Durch den 30jährigen Krieg sind viele Dörfer menschenleer geworden. In Strinz wohnen im Ganzen 70 Personen. Namen die heute noch hier vorkommen sind Klein, Heiler, Rücker und Enders.
Die Kinder von Niederlibbach werden nach dem 30jährigen Krieg nicht mehr in Wehen, sondern in in StM unterrichtet.
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1675
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1676
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1677
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1678
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1679
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1680
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1681
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1682
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1683
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1684
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1685
Pfarrer: Johann Albert Steinbach / Lehrer: Andreas Leoni, gewesen Pfarrer zu Michelbach
Erste urkundliche Erwähnung eines Lehrers in Strinz.
1686
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1687
Pfarrer: Johann Albert Steinbach / Lehrer: Schuldiener Johannes Nicolei
1688
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1689
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1690
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1691
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1692
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
Das Hofgut Georgenthal oder Georgenthaler Hof, wird von Graf Georg August Samuel von Nassau-Idstein als sogenannter Zehnthof gegründet. Im Zuge der Neugründung müssen die Nachbargemeinden Grundstücke abgeben. Strinz Margarethä verlor dadurch den Steinwald. Als Ausgleich erhält Strinz das sogenannte Hauptmann-Weber-Gut.

Heutige Ansicht vom Hofgut Georgenthal
1693
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1694
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
Erste Schule in Strinz-Margarethä
1695
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
Die Grafen von Georg Schrumpf erwerben das sogenannte Rühlsche Gut und vergrößern damit ihr Georgenthaler Hofgut.
1696
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1697
Pfarrer: Johann Albert Steinbach / Lehrer: Joh. Christoph Börner
Die Kinder aus Niederlibbach, Oberlibbach und Hambach werden ab sofort nicht mehr in Strinz, sondern in der neuen Schule in Niederlibbach unterrichtet.
1698
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1699
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
Der Jude Girsin (Gerson / Kirvin) beantragt einen Umschreibung seines Bestandsbriefes auf Strinz-Margarethä und begründet es damit, dass in Strinz zwei Häuser leer stehen. Er findet in Breithardt kein Haus zu kaufen und auch nicht zur Miete und muss sich deshalb bei einem Christen aufhalten.
Nur 22 Jahre alt wird ein Pfarrersohn aus Strinz-Margarethä, Schulmeister und Organist
Johann Andreas Neumann. Auf der prächtigen hölzernen Gedenktafel (die heute noch in
der ev. Kirche zu Breithardt hängt) ist vermerkt, dass er kurz vor einer (seiner?) Hochzeit
im Jahr 1699 vom Fieber dahingerafft wurde.
1700
Bekannte Namensform: Margretstrentz
Pfarrer: Johann Albert Steinbach / Schultheiß: Paul Drücker
Einwohner: 90 - 100

Karte von 1700
1701
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1702
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1703
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
Aus diesem Jahr ist das Siegel: STRINZMARGRETHA AVROFF U(ND) LIEBACHER GERICHTSSIEG(EL) bekannt.

Das Gerichtssiegel
1704
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1705
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1706
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1707
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1708
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1709
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1710
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
Die spätere Strinzer Barockorgel wird für das Weißfrauenkloster in Mainz, vermutlich von Johann Jakob Dahm, erbaut.

Die Kirchenorgel
1711
Pfarrer: Johann Albert Steinbach
1712
Pfarrer: Johann Albert Steinbach; Heinrich Rhod
1713
Pfarrer: Heinrich Rhod
1714
Pfarrer: Heinrich Rhod
1715
Pfarrer: Heinrich Rhod
1716
Pfarrer: Heinrich Rhod
1717
Pfarrer: Heinrich Rhod / Schuldheiß: Joh. Peter Rücker
Nassau-Idstein verspricht, das Stift Bleidenstadt in der Nutznießung des Zehnten von Strinz, nicht zu beeinträchtigen.
1718
Pfarrer: Heinrich Rhod
1719
Pfarrer: Heinrich Rhod / Lehrer: Johann Niedhorn
1720
Pfarrer: Heinrich Rhod
Bau des heutigen Pfarrhauses

Das Strinzer Pfarrhaus
1721
Pfarrer: Heinrich Rhod
1722
Bekannte Namensform: Strinz Margretha
Pfarrer: Heinrich Rhod

Gemarkungskarte von 1722
1723
Pfarrer: Heinrich Rhod
1724
Pfarrer: Heinrich Rhod
1725
Pfarrer: Heinrich Rhod
1726
Pfarrer: Heinrich Rhod
1727
Pfarrer: Heinrich Rhod
Am Freitag, dem 18. Juli 1727, beschweren sich die Abgesandten aus Ehrenbach, Görsroth, Strinz-Margarethä und Bechtheim bei der Verwaltung in Idstein, daß sie in der vergangenen Woche 5 Tage bei Hahn auf der Jagd liegen mussten. Sie konnten deswegen kein Heu machen und kein Korn schneiden. Doch nicht nur mit ihrer eigenen Feldarbeit blieben sie gewaltig zurück, auch die Frondefahrten, zu denen sie ebenfalls verpflichtet sind, blieben ungetan. Sie hätten Hafer nach Biebrich und (Holz-)Kohle zu einer (Eisen-)Schmelze fahren müssen. Da wegen der unterlassenen Zulieferung ein Ofen ausgegangen war, sprach nun die zuständige Rentkammer von Bestrafung.
Die Amtsverwaltung hat ein Einsehen und hilft den frondepflichtigen Untertanen aus der Zwickmühle, die durch die an sich berechtigten Forderungen der verschiedenen Behörden entstanden ist. Der Oberforstmeister wird angewiesen, die Leute "so viel möglich bey dieser kostbaren Erndte Zeit gäntzlich und durchauß zu verschonen".
1728
Pfarrer: Heinrich Rhod; Johannes Kaspar Becker
1729
Pfarrer: Johannes Kaspar Becker
1730
Bekannte Namensform: Strentz Marg.
Pfarrer: Johannes Kaspar Becker

Karte von 1730
1731
Pfarrer: Johannes Kaspar Becker
1732
Pfarrer: Johannes Kaspar Becker
1733
Pfarrer: Johannes Kaspar Becker
1734
Pfarrer: Johannes Kaspar Becker; Johann Peter Freyberger
1735
Pfarrer: Johann Peter Freyberger
Erst jetzt wird ein förmlicher Vertrag über die Abtretung von Gebieten der Gemeinden Steckenrodt, Strinz-Margarethä und Wingsbach an den Georgenthaler Hof geschlossen (siehe auch 1692).
1736
Pfarrer: Johann Peter Freyberger
1737
Pfarrer: Johann Peter Freyberger
1738
Pfarrer: Johann Peter Freyberger
1739
Pfarrer: Johann Peter Freyberger
1740
Bekannte Namensform: Strentz Margr.
Pfarrer: Johann Peter Freyberger

Karte von 1740
1741
Pfarrer: Johann Peter Freyberger
1742
Pfarrer: Johann Peter Freyberger
1743
Pfarrer: Johann Peter Freyberger
1744
Pfarrer: Johann Peter Freyberger
1745
Bekannte Namensform: Margretstrenz
Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1746
Pfarrer: Johann Peter Freyberger
Eine Aufstellung aus diesem Jahr zählt u.a. Strinz-Margarethä als in Heu,- Frucht- und Grummeternte dem Georgenthaler Hof als fronpflichtig auf. Den Fronpflichtigen steht pro Arbeitstag " Ein wohlgebackenes Brod sodann 1/2 Maas trankbahres Bier" zu.
1748
Pfarrer: Johann Peter Freyberger

Inschrift eines Wohnhauses der Schulstraße
1749
Pfarrer: Johann Peter Freyberger
1750
Pfarrer: Johann Peter Freyberger
1751
Pfarrer: Johann Peter Freyberger
1752
Pfarrer: Johann Peter Freyberger
1753
Pfarrer: Johann Peter Freyberger
1754
Pfarrer: Johann Peter Freyberger
1755
Pfarrer: Johann Peter Freyberger / Lehrer: Bachmann
1756
Pfarrer: Johann Peter Freyberger / Lehrer: Bachmann, Johann Martin Joch
Versetzung des Lehrers Bachmann nach Wiesbaden.
Anstellung des Johann Martin Joch aus Breithardt als Lehrer in StM.
Im Siebenjährigen Krieg (1756 -1763) wird die Registraturkiste im hiesigen Pfarrhaus durch französische Einquartierung geplündert.
1757
Bekannte Namensform: Strenz
Pfarrer: Johann Peter Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch

Karte von 1757
1758
Pfarrer: Johann Peter Freyberger; Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch
1759
Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch
1760
Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch
1761
Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch
1762
Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch
1763
Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch
1764
Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch
1765
Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch
1766
Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch
1767
Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch
1768
Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch
1769
Pfarrer: Philipp Karl Freyberger; Ernst Gottlob Stritter / Lehrer: Johann Martin Joch
1770
Pfarrer: Ernst Gottlob Stritter / Lehrer: Johann Martin Joch
1771
Pfarrer: Ernst Gottlob Stritter; Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch
Eine Hungersnot läßt die schon um einiges früher in Nassau eingeführte Kartoffel endgültig zum wichtigsten Grundnahrungsmittel werden.
1772
Pfarrer: Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch
1773
Pfarrer: Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch
1774
Pfarrer: Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch
1775
Pfarrer: Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch
1776
Pfarrer: Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch
1777
Pfarrer: Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch
1778
Pfarrer: Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch
Aus dieser Zeit ist ein
Grenzstein bekannt
der die Grenze zu
Steckenroth markiert.
Die Inschrift lautet 1778 HW.
1779
Pfarrer: Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch
1780
Pfarrer: Christian Friedrich Bickel; Johann Gottfried Wex / Lehrer: Johann Martin Joch
Neuer Pfarrer in StM wird Johann Gottfried Wex. Er ist Kaplan und kommt aus Wehen.
1781
Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Lehrer: Johann Martin Joch / Schultheiß: Johann Enders
1782
Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Johann Martin Joch
Schultheiß Enders berichtet, dem Mainzer Domkapitel stünden als Nachfolger Bleidenstadts außer Frucht- und Blutzehnten 23 Morgen Land zu.

Wappen des Domkapitel
1783
Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Johann Martin Joch
1784
Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Johann Martin Joch
1785
Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Johann Martin Joch
1786
Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Johann Martin Joch
1787
Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Johann Martin Joch
1788
Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Johann Martin Joch
1789
Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Johann Martin Joch; Philipp Ferdinand Sauer
Nach dem Tod des Johan Martin Joch wird Philipp Ferdinand Sauer vom Kloster Klarenthal neuer Lehrer in StM. Die Witwe von Joch erhält die Besoldung ihres Mannes befristet weiter.
Das Ritterstift, dass die Nachfolge des Kloster Bleidenstadts antrat, gibt das Pfaffengut in Pacht an Joh. Phil. Faust und dessen Erben. indem Pachtvertrag heißt es unter anderem: "Er (gemeint ist der Pächter Faust) muss auf dem sog. Ochsengut (Pfaffengut) nicht nur das gewöhnliche Faselvieh auf seine Kosten stellen und unterhalten, sondern annebst unserem Ritterstift alljährlich Michaelis (29. Sept.) anch Bleidenstadt 3 Malter (1 Malter = 128 Liter) Korn und 6 Malter Haber (Hafer) guter und sauberer Frucht entrichten.
1790
Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Ferdinand Sauer
Einwohner: 37
Die Regierung ordnet die Aufteilung der 207 Morgen Viehweide zwischen den anliegenden Gemeinden an. Auf Strinz entfielen 27 Morgen. Grund war, dass sich die Gemeinden nicht um die gemeinsam genutzten Viehweiden kümmerten. Mangels Pflege war z.B. der Weidebrunnen verfallen.
1791
Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Ferdinand Sauer / Joch
Der Schullehrer Joch hat "das Schulhaus samt 5 Morgen Schulgut frei zu benutzen und das Schulgut ist Zehnten frei".
1792
Pfarrer: Johann Gottfried Wex; Johann Gottfried Kolb / Schultheiß Joh. Enders / Lehrer: Ferdinand Sauer
Nach dem Tod des Pfarrers Johann Gottfried Wex, wird Johann Gottfried Kolb aus Neuweilnau neuer Pfarrer in StM. Die Kinder von Wex beantragen die befristete Überlassung der Besoldung ihres Vaters.
1793
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer
1794
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer
Während des harten Winters von 1794/95 (das Wasser fror in den Brunnen), liegen die Kürassiere vom kurfürstlich-sächsischen Reichskontingent in Strinz.
1795
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer
1796
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer
Im September passiert ein Teil der französischen Maar- und Sambrearmee unter Führung von Jean-Baptiste Jourdan - auf dem Rückzug aus Franken - die hiesige Gegend. Die Einwohnerschaft flüchtet mit Vieh und Habe in das benachbarte hessische Gebiet, das durch den Baseler Separatfrieden neutral geworden ist.
Jean-Baptiste Jourdan
1797
Bekannte Namensform: Strenz Margaret
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

Karte von 1797
1798
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer
1799
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer
1800
Bekannte Namensform: Strinz Margaretha
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

Karte von 1800 Wappen Gruber
1801
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer
1802
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer
1803
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer
Es wurde vermerkt. "Die Feuergefahr in Strinz-Margarethä war groß, zumal die Häuser und Scheunen mit Stroh gedeckt waren".
Die "Abgebrannten" wurden bettelarm, denn eine Feuerversicherung gab es damals noch nicht. Es gab auch keine organisierte Feuerwehr, obwohl es dazu gesetzliche Vorschriften gab. Wenn die Stroh gedeckten Häuser erst einmal brannten, war es schon zu spät. Sie brannten schnell nieder. Eine gewisse Sicherheit zum Schutz der Bürger wurde gewährleistet durch einen Tagwächter, einen Nachtwächter und einem Flurschütz.
1804
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer
1805
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer
1806
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer
In der Rheinbundakte werden die Fürstentümer Nassau-Weilburg und Nassau-Usingen, zu dem seit 1728 das Oberamt Idstein gehört, vereinigt und zum Herzogtum Nassau erhoben.
1807
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

Inschrift in einer zum Wohnhaus umgebauten Scheuer in der Scheidertalstrasse
1808
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer
Am 24. März kauft Johannes Emmerich Enders in Strinz-Margarethä von der Herzoglich Nassauischen Hofkammer (inzwischen war aus dem Fürstentum ein Herzogtum geworden) das "Ochsengut" (früher Pfaffengut) für 2.300 Gulden. Im Kaufvertrag verpflichtet er sich, u.a. für die Gemeinde das Faselvieh, nämlich einen tüchtigen Faselochsen und einen guten Eber auf seine Kosten anzuschaffen und stets zur Zufriedenheit der Gemeinde zu unterhalten.
Abschaffung der Leibeigenschaft.
1809
Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Ludwig Imanuel Snell / Lehrer: Ferdinand Sauer
Nach der Versetzung von Pfarrer Kolb nach Usingen wird Imanuel Snell aus Usingen neuer Pfarrer in StM.
1810
Pfarrer: Ludwig Imanuel Snell / Lehrer: Ferdinand Sauer
1811
Pfarrer: Ludwig Imanuel Snell / Lehrer: Ferdinand Sauer
1812
Pfarrer: Ludwig Imanuel Snell / Lehrer: Ferdinand Sauer
1813
Pfarrer: Ludwig Imanuel Snell / Lehrer: Ferdinand Sauer
Ab jetzt:
- Verwaltungsbezirk Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Amt Idstein -
Gemeindesteuer-Ausschreibung der Gemeinden des Oberamts Idstein:
Zur Bestreitung gemeinheitlicher Aufgaben des laufenden Jahres 1813 ist den benannten Gemeinden des herzoglichen Oberamts Idstein die Ausschlagung und bis zum November des Jahres zu bewerkstelligende Erhebung der benannten Grund- und Gewerbesteuer-Simpeln erlaubt worden: Strinz-Margarethä zwei Simplum.
Wiesbaden den 2. August 1813
Während des Befreiungskrieges gegen das napoleonische Frankreich stehen die Füsiliere des 1. ostpreussischen Infanterieregiments, am 13. November in Strinz-Margarethä. Das Dorf ist in einer Nacht so stark besetzt, dass in den einzelnen Häusern 40 Mann und darüber Quartier nehmen.
Der Prinz Wilhelm von Preußen (der spätere Kaiser Wilhelm der I.) hält Nachtlager im Pfarrhaus.
Die Truppen kochen sich meist selbst, furagieren in den Scheunen und ziehen mehreren Leuten die brauchbaren Schuhe aus. Am 14. ziehen sie weiter.
Übernachtete im Strinzer Pfarrhaus /Kaiser Wilhelm I.
1814
Pfarrer: Ludwig Imanuel Snell / Lehrer: Ferdinand Sauer
Absetzung des Ludwig Imanuel Snelll als Pfarrer in StM aufgrund seiner Trinksucht. Zuvor wurde der Sonntagsgottesdienst bereits Vertretungsweise von Konrektor Philippi aus Idstein gehalten.
1815
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Lehrer: Ferdinand Sauer
Im April findet die letzte Einquartierung des Befreiungskrieges statt. In Strinz liegen Soldaten des damals neu errichteten kurhessischen Kontingents.
1816
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn/ Lehrer: Ferdinand Sauer
Strinz gehört ab sofort zum Verwaltungsbezirk Herzogtum Nassau, Amt Wehen.
Die Feuereimer der Gemeinde wurden durch Zukauf aus dem Zuchthaus Diez komplettiert.
1817
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Ferdinand Sauer
Pfarrer Schmidtborn zeigt 7 Burschen an, weil sie die Katechismuslehre geschwänzt hatten.
1818
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Ferdinand Sauer
Nach den Befreiungskriegen war ist immer noch ein starker Selbstschutz notwendig. Die Gemeinde bestellt beim Schlossermeister Klein aus Idstein drei neue Spieße, auf die der Dorfname eingeschlagen werden muss.
Es ist daraus zu ersehen, dass das Dorf durch drei Spießträger geschützt wird. Den Tagwächter, den Nachtwächter und den Flurschütz.
1819
Bekannte Namensform: Strinz Margarethe
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Ferdinand Sauer ; Johann Gottfried Georg
Im Gemeindewalde werden am Dienstag den 16. Februar, vormittags 18 3/4 Klafter Buchenscheid, 10 Klafter Buchenbrügel, 1 Klafter Eichenlagerholz, dann 10 Stück Achsen, 1 Klafter Felgenholz und 500 Stück Buchenwellen versteigert.

Karte von 1819
1820
Bekannte Namensform: Strinz Margaretha
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg

Karte von 1820
1821
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg
Einwohner: 277
1822
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg
Es besteht eine Spritzengemeinschaft mit Breithardt, Steckenroth, Watzhahn und Adolphseck. Standort der Spritze dürfte Breithardt gewesen sein. Bis zum Kauf einer eigenen Spritze im Jahre 1859 werden an Breithardt für die gemeinsame Spritze Beiträge gezahlt. Diese beliefen sich zwischen 3 bis 7 Gulden.
1823
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg
1824
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg
Schließung der alten Kirche, die keinen Turm besaß und deren Chor nach Osten zeigte, wegen Baufälligkeit. Die Strinzer müssen nun 10 Jahre lang den Gottesdienst in Niederlibbach besuchen.
1825
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg
In Strinz erkranken 16 Bürger an Typhus, 4 Bürger sterben.
Beitritt zum Spritzenverein Strinz-Trinitatis. Dieser Gemeinschaft gehören noch Niederlibbach, Oberlibbach und Hambach an.

Feuerspritze von 1825 Spezial-Etat Feuerspritze
1826
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg
1827
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg
Für einen Brand vom 13. auf den 14. Juli muss die Brand Assekuranz 519 Gulden bezahlen.
1828
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg
1829
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg
1830
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg; Friederich Jakob Friederich
Abriß der alten Kirche
1831
Bekannte Namensform: Strinz-Margaretha
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Friederich Jakob Friederich
Baubeginn der neuen Kirche und Schließung des alten Totenhofes, der bei der Kirche lag.

Karte von 1831
1832
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Friederich Jakob Friederich
Anlage eines neuen Totenhofes auf dem Acker des herren Schutlheiß Enders zwischen Strinz und der Zinkenmühle (Pfaffenhof) unter dem Hennetahler Weg. Absteckung von 60 Ruthen.
Pfarrer Schmidtborn stellt einen Antrag auf Erbauung eines neuen Stalles. Die zuständigen Gremien lehnen ab und empfehlen dem Pfarrer später, die Ländereien zu verpachten. 13 Jahre später wird der Bau endlich genehmigt und errichtet.
1833
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders; Martin Rücker; Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich
Verlegung des neuen Totenhofes neben diesen und zwar nach dem Ort zu, da das Pfaffengut auf dem der neue Totenhof angelegt wurde, nicht bebaut werden durfte (heutiger Friedhof). Es waren schon 12 Leute dahin beerdigt worden die umgebettet wurden.
Anschaffung einer neuen Feuerleiter für 13 Gulden 4 Kreuzer.

Lage des ehemaligen Pfaffengutes
1834
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich
Einwohner: 79 Familien / 351 Einwohner
Einfriedung des neuen Totenhofes mit einer Mauer und einem Tor.
Einweihung der neuen evangelischen Kirche als klassizistischer Saalbau durch Pfarrer Schmidtborn am 02. November.

Die Strinzer Kirche
1835
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich
Anschaffung eines strohenen Feuereimers für 1 Gulden 40 Kreuzer
Einwohner: 76 Familien / 321 Einwohner

Strohener Feuereimer
1836
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich
Einwohner: 75 Familien / 322 Einwohner
Anschaffung einer neuen Feuerleiter
1837
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich
Einwohner: 76 Familien / 329 Einwohner
1838
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich
Einwohner: 73 Familien / 325 Einwohner
1839
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich
Einwohner: 74 Familien / 326 Einwohner
1840
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich
Einwohner: 73 Familien / 317 Einwohner
Es existiert eine gemeinsame Feuerspritze mit Adolfseck, Breithardt und Steckenroth.
1841
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich
Einwohner: 74 Familien / 320 Einwohner
Anschaffung von 5 Stück Feuereimern für 5 Gulden.
Versteigerung einer Feuerleiter am 29. April für 3 Gulden 36 Kreuzer.
1842
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich
Einwohner: 70 Familien / 313 Einwohner
55 Bürger erkranken im Medicinalbezirk Wehen an Thypus, 9 sterben, insbesondere in Strinz und Panrod.
1843
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich
Einwohner: 72 Familien / 318 Einwohner
Anzahl Häuser: 49
Einwohner Zinkenmühle 10
1844
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich
Einwohner: 74 Familien / 323 Einwohner
1845
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich; J. A. Stoll
Einwohner: 74 Familien / 326 Einwohner
1846
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: J. A. Stoll; Johann Adam Schmidt
Einwohner: 76 Familien / 327 Einwohner
Pfarrer Schmidtborn kann 13 Jahre nach der Beantragung endlich seinen Stall bauen.
Am 29. Juli des Abends um 09:30 Uhr wird eine Erderschütterung gespürt, und zwar so, dass die Häuser wankten, Leute aus den Betten sprangen und eine Donner ähnliches Getöse gehört wurde.
1847
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: J. A. Stoll; Johann Adam Schmidt
Einwohner: 78 Familien / 327 Einwohner
Die Gemeinde StM verkauft 2 Klafter Schulholz an die Gemeinde Niederlibbach und erhält dafür 7 Thaler und 40 Kreuzer.
1848
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker; Paul Weber / Lehrer: Johann Adam Schmidt
Infolge der Volkskundgebung vor dem Schloß des Herzog Adolf in Wiesbaden, am 4.März, an der nachweißlich auch ein Strinzer Bürger teilnimmt, wird es den Gemeindemitgliedern gestattet, sich durch Stimmenmehrheit einen Schultheißen (Bürgermeister) zu wählen. Infolge dessen wird der bisherige Schultheiß Rücker auf seinen Wunsch entlassen und er Feldgerichtsschöffe Peter Weber durch frei Wahl der hiesigen Bürger zum Schultheiß bestimmt. Aus der GemeindeChronik:
"Die Vorgänge am 4. März in Wiesbaden sind eine wahre Insurrektion (Aufstand) gegen das monarchische Prinzip und das bisherige bürokratische System."Der schwer gefühlte Druck ging zunächst von der Gewaltsamkeit des Forstwesens und dem Verhältnis der Domänen aus, deren reicher Ertrag in die landesherrliche Kasse floß. Die Bauern forderten freies Jagen in den Waldungen. Am Sonntag dem 5. März, abends 10 Uhr, schoss der hiesige Oberförster aus seiner Wohnung über die Straße und suchte darauf unter dem Vorgeben, er sei angegriffen worden, jemanden, den er erschossen haben wollte. Wahrscheinlich war der Oberförster infolge der politisch eingetretenen Veränderung durch die Furcht in panischen Zustand versetzt worden. Auf die Veranlassung von Pfarrer Schmidtborn erschienen am 9. März zwei Deputierte vom Sicherheitscomité in Wiesbaden, welche die Gemeinde in der Kirche feierlich anredeten, um sie zu beschwichtigen.
Der Oberförster wurde seines Dienstes enthoben und aus dem Ort verwiesen.
1849
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Paul Weber / Lehrer: Johann Adam Schmidt
Ab jetzt:
- Verwaltungsbezirk Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Verwaltungsbezirk VI -
Als Ergebnis der Revolution besitzt jeder Bürgersohn der Gemeinde das Bürgerrecht; er muss aber eine Eintrittsgebühr dafür bezahlen. Sie beträgt 10 Gulden. Für einen Inländer, der nicht aus der Gemeinde statt, beträgt das Eintrittsgeld höchstens 60 Gulden, für einen Ausländer (Nicht-Nassauer) höchsten 120 Gulden.
Wiedereinstellung des Oberförsters, der im Jahr zuvor seines Dienstes enthoben und aus dem Ort verwiesen wurde.
Am 23.07.1849 wandert der Strinzer Bürger Johann Jacob Rücker nach Amerika aus. Ziel ist New York City. Er hat fünf Kinder, der Name der Ehepartnerin ist unbekannt. Eingeschifft wird die Familie in Antwerpen.

Deutsche Auswanderer schiffen ein.
1850
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Paul Weber / Lehrer: Johann Adam Schmidt
Die Ortsvorstände beginnen einen Prozeß gegen Pfarrer Schmidtborn um das Pfarrbesoldungsholz.
1851
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Paul Weber / Lehrer: Johann Adam Schmidt; Johann Friedrich Demmer
1852
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Paul Weber / Lehrer: Johann Friedrich Demmer
Pfarrer Schmidtborn gewinnt den Prozeß um das Pfarrbesoldungsholz nach 3 Instanzen (1. Instanz: Justizamt Wehen / 2. Instanz: Herzogliches Hofgericht / 3. Instanz: Oberappelationsgericht.
Einführung der allgemeinen Stallfütterung (statt Weidegang)
Erstmals wird für das Leiterhaus eine Brandsteuer erhoben. Sie beträgt 1 Gulden 10 Kreuzer und wird bis 1883 erhoben.
1853
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Paul Weber / Lehrer: Johann Friedrich Demmer
Aufstellung der Barockorgel in der Strinzer Kirche.

Die Kirchenorgel
1854
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn uel Snell / Schultheiß: Paul Weber / Lehrer: Johann Friedrich Demmer
1855
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Paul Weber / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer
1856
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer
1857
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer
Auf der der 6. Sitzung der ersten Kammer der Ständeversammlung in Wiesbaden, wird über den Antrag der Gemeinden Watzhan, Steckenrodt, Breithardt, Holzhausen über Aar und Michelbach beraten, die geplante Verbindungsstraße zwischen Aarstraße und Wehen-Bleidenstadter Chausee statt über Wingsbach, Strinz-Margarethä, Hennethal und Daisbach oder statt durch das Aartal über Adolfseck nach Hausen lieber über Watzhahn, Steckenroth, Breithardt und Holzhausen zu führen. Die Anträge wurden an die Regierung zur Entscheidung weitergegeben.
1858
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer
Der Ort erhält einen erste eigene Feuerspritze von der Firma Emil Roth in Idstein zum Preis von 320 Gulden, was sich als billig erweist. Die seitens des Herzoglichen Amtes vorgeschlagene größere Spritze wird vom Ortsvorstand abgelehnt. Begründung: Mit der kleineren Spritze "kann man besser in die Winkel kommen" und es gäbe nur eine kleine Löschmannschaft. Außerdem käme wegen fehlender Pferde eine größer Spritze nicht in Betracht.
Am 25. April, nachmittags um 4 Uhr bricht nahe der Schule, wie man sagt durch Tabakpfeife, ein Feuer aus, welches durch das rasche Einschreiten der hiesigen Gemeinde glücklich gelöscht wird, ohne das Schulgebäude bedeutend zu beschädigen.
Am 19. Juni kommt es zu einem Hagelschlag mit taubeneigroßen Hagelkörnern die am Mittag des nächsten Tages bei Sonnenschein noch schuhhoch im Feld bei Lambertsbach lagen.
1859
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer
Bürgermeister Hanson richtet am 24. März an das Herzogliche Amt Wehen ein Ersuchen für den Bau eines Spritzenhauses zum aufbewahren der neuen Feuerspritze mit Wagen, die einstweilig in einer Scheune untergebracht ist.
Am 25. Mai befürwortet das Herzogliche Amt Wehen den Bau des Spritzenhauses. Mit Schreiben des Herzoglichen Amtes Wehen - am selben Tag - an den Bauinspektor Willet in Eltville wird die Auflösung der Spritzengemeinschaft Strinz-Trinitatis, Strinz-Margarethä, Niederlibbach, Oberlibbach und Hambach mitgeteilt.
Am 29. Mai erfolgt der Beschluss der Gemeinde zum Bau des Spritzenhauses
1860
Bekannte Namensform: Strinz-Margaretha
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer
Erstmalig wird eine Spritzenmeister - Ferdinand Gräter - erwähnt. Er ist zuständig für die Pflege und Wartung der Spritze und ruft zu Übungen ein. Er bekommt für seien Arbeit 3 Gulden 30 Kreuzer Lohn.

Karte Strinzer Waldungen von 1860
1861
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer
Erstmals wird für das Spritzenhaus einen Brandsteuer erhoben (3 Gulden 30 Kreuzer).
Neuer Spritzenmeister wird der Schmiedemeister Philipp Klein. Er behält das Amt für 40 Jahre.
1862
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer
Seine Hoheit der Herzog geruht Pfarrer Schmidtborn aus Anlaß der Feier seines fünfzigjährigen Amtsjubiläums den Titel Krichenrat zu verleihen.
1863
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer
Ackerfläche: 200 - 340 fl.
Wiesenfläche: 250 - 400 fl.
Gewerbe: 2 Leinenweber / 1 Mahlmeister / 1 Brandweinbrenner / 2 Kaufleute / 2 herumziehende Kramer / 2 Wirte / 1 Zimmermann / 1 Wagner / 2 Schmiede / 1 Schuhmacher / 1 Sattler / 1 Schneider / 2 Schreiner -Und heute??????
1864
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Johann Friedrich Demmer
Einwohner: 397
1865
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Johann Friedrich Demmer

Hochzeitskranz Wahl
1866
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Johann Friedrich Demmer; Philipp Ferger
Am vier Wochen dauernden Bruderkrieg zwischen Österreich und Preußen nehmen die Strinzer Bürger Heinrich Christmann und Karl Schneider teil.
In diesem Krieg verliert Herzog Adolf von Nassau als Bundesgenosse Österreichs sein Land an die im Bruderkrieg siegreichen Preußen. Nun gehört StM zur preußischen Provinz Hessen-Nassau.

Die Schlacht bei Königkrätz
1867
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Philipp Ferger
Ab jetzt:
- Preußische Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis -
1868
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Philipp Ferger
Zwischen 12 Uhr und 1 Uhr mittags brennt die Scheune in der Pfalzstraße ab. Stall und Wohnhaus wurden stark beschädigt. Es handelt sich um das Anwesen Baum.
Als Förster für den Schutzbezirk Strinz-Margarethä der Oberförsterei Breithardt der königlich preußischen Forstverwaltung wird ein Hr. Bayer genannt.
1869
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Philipp Ferger
1870
Pfarrer: Ludwig Schmidtborn; R. Osterloh (Vikar) / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Philipp Ferger
Strinz-Margarethä stellt 7 Soldaten für den Deutsch-Französischen Krieg.
Es sind: August Weidnau, Karl Schneider, Karl Rücker, Friedrich Hankammer und die 3 Brüder Heinrich, Adolf und August Christmann. Allerdings ging Heinrich Christmann, der, wie Karl Schneider auch schon 1866 eingezogen war, wohl über die Grenze, nahm aber nicht an Kriegshandlungen teil. Dagegen wurde sein Bruder Adolf bei Wörth verwundet. August Christmann hat nach Ausweis des Militärpasses in einem Dutzend Schlachten (darunter Weißenburg, Wörth, Sedan, Orleans) mitgekämpft.

Deutsche Truppen vor Paris
1871
Pfarrer: R. Osterloh (Vikar); E. Doerr / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Philipp Ferger
Einwohner: 397
Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
DFP = 94 Stimmen / Z = 5 Stimmen / NL = 6 Stimmen
Bau einer Schule neben der Kirche
1872
Pfarrer: E. Doerr / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Philipp Ferger
1873
Pfarrer: E. Doerr / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Philipp Ferger
1874
Pfarrer: E. Doerr; Fr. G. Grünschlag / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Philipp Ferger
Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
DFP = 96 Stimmen
1875
Pfarrer: Fr. G. Grünschlag / Bürgermeister: Georg Hanson; Karl Wenig / Lehrer: Philipp Ferger
Einwohner: 384
Pfarrer Schmidtborn stirbt nach sehr kurzem Unwohlsein. Bei der Beerdigung folgen dem Sarg nur zwei der nächsten Verwandten, fast alle Geistlichen des Dekanat Kirberg und die meisten Bewohner des hiesigen Kirchenspiels.
1876
Pfarrer: Fr. G. Grünschlag / Bürgermeister: Karl Wenig / Lehrer: Philipp Ferger
1877
Pfarrer: Fr. G. Grünschlag; Adolf Mai / Bürgermeister: Karl Wenig / Lehrer: Philipp Ferger
Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
NL = 3 Stimmen / DFP = 62 Stimme
1878
Pfarrer: Adolf Mai / Bürgermeister: Karl Wenig / Lehrer: Philipp Ferger
Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
NL = 3 Stimmen / DFP = 72 Stimmen
1879
Pfarrer: Adolf Mai / Bürgermeister: Karl Wenig / Lehrer: Philipp Ferger
1880
Pfarrer: Adolf Mai / Bürgermeister: Karl Wenig / Lehrer: Philipp Ferger
Erlaß einer Brandstättenverordnung, in der unter anderem Bau von Strohdächern - so auch in Strinz- verboten wird.
1881
Pfarrer: Adolf Mai / Bürgermeister: Karl Wenig; Heinrich Meyer / Lehrer: Philipp Ferger
Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
DFP = 79 Stimmen / K = 1 Stimme
1882
Pfarrer: Adolf Mai / Bürgermeister: Heinrich Meyer / Lehrer: Philipp Ferger
Anschaffung einer Feuerleiter für 12 Mark und 79 Pfennig.
1883
Pfarrer: Adolf Mai / Bürgermeister: Heinrich Meyer / Lehrer: Philipp Ferger
Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
DFP = 74 Stimmen / K = 1 Stimme
Am Tag vor Himmelfahrt, mittags zwischen 12 und 1 Uhr, bricht in der Scheune in der Dorfmitte Feuer aus, das mit solcher Schnelligkeit um sich greift, dass in ganz kurzer Zeit, trotz herbeigeeilter Hilfe 5 Wohnhäuser nebst Nebengebäuden in Flammen stehen und ein Raub derselben werden. Das war bei Anwesen Petri/Schneider.
1884
Pfarrer: Adolf Mai / Bürgermeister: Heinrich Meyer / Lehrer: Philipp Ferger
Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
DFP = 77 Stimmen / SPD = 4 Stimmen / NL = 1 Stimme

Schulzeugnis Inschrift einer Scheuer in der Scheidertalstraße
1885
Pfarrer: Adolf Mai / Bürgermeister: Heinrich Meyer / Lehrer: Philipp Ferger
Einwohner: 395
Erstmals werden Feuerversicherungsprämien gezahlt.
1886
Pfarrer: P.Metzner (Pfarrverwalter); Ad. Klas (Pfarrverwalter) / Bürgermeister: Heinrich Meyer; August Schmidt / Lehrer: Philipp Ferger
Am 22. Juli geht ein furchtbarer Hagelschlag nieder der die Ernte des Ortes total vernichtet. Es wird festgestellt, dass der Schaden unberechenbar ist. Obgleich von verschiedenen Seiten Hilfe geleistet wurde ist diese, zum Vergleich mit dem ungeheuren Schaden, als gering anzusehen.
1887
Pfarrer: Ad. Klas (Pfarrverwalter); Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Philipp Ferger
Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
DFP = 52 Stimmen / NL = 27 Stimmen / SPD = 1 Stimme
Der Sommer 1887 geht als einer der heißesten Sommer in die Geschichte ein.
1888
Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Philipp Ferger
1889
Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Philipp Ferger

Schulzeugnis Konfirmationsurkunde
1890
Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Philipp Ferger; Julius Emil Schlicht
Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
DFP = 39 Stimmen / NL = 25 Stimmen / SPD = 14 Stimmen
Der vom Lehrer Christian Ruff gegründete Konsumverein findet den Beifall der hiesigen Leute. Es schließen sich die Gewerbetreibende von Michelbach, Breithardt, Hennethal und Strinz-Margarethä an.
1891
Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht
Gründung des Männergesangsvereins "Eintracht". Zu den Gründern, die noch namentlich festgestellt werden konnten, gehören Reinhard Deuser, Philipp Schauß, Julius Bott und Gustav Gräter I.
Umfangreiche Arbeiten am Spritzenhaus die bis 1892 andauern.
Kauf einer zweiten Feuerspritze vom Spitzenfabrikant Carl Metz zu Heidelberg. Es handelt sich um eine pferdebespannte Handsaug- und Druckspritze für 1.750 Mark. Diese ist heute noch im Besitz der Strinzer Feuerwehr.
Bis zum Haushalt 1891/92 wird Leiter- und Spritzenhaus getrennt in den Rechnungsbüchern aufgeführt. Man kann spekulieren, dass das Spritzenhaus an das Leiterhaus gebaut wurde und dass das Leiterhaus als Schlauchturm eine weitere Nutzung erhielt.
Aus dem Jahre 1891 existiert eine Mitgliederliste des Konsumvereins StM.
Die Strinzer Feuerspritze
1892
Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht
Am 23. Juni, morgens früh von 4:30 bis 6:00 Uhr ziehen mehrere Gewitter über die Gemarkung, wobei ein Blitzschlag in die Breithardter Schafsherde fährt, die im Strinzer Feld steht. 23 Schafe werden getötet.
1893
Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht
Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
FrVG = 63 Stimmen / AS = 43 Stimmen / SPD = 26 Stimmen / FrVP = 14 Stimmen

Mitgliederliste Konsumverein Strinz-Margarethä
1894
Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht
1895
Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht
Einwohner: 378 davon 99% evangelischen Glaubens.
Streitigkeiten im Männergesangsverein "Eintracht" führen zur Spaltung des Vereins. Ursache für diese Querelen ist, dass ein Teil der Sänger gerne den neu eingesetzten Schulleiter Julius Emil Schlicht als Chorleiter möchten, der andere Teil aber den bisherigen Chorleiter behalten wollte. Schließlich einigen sich die erhitzten Gemüter zum Wohle des Vereins und konnten unter dem Dirigenten Karl Wahl weitermusizieren.
1896
Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht
1897
Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht
Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
FrVP = 72 Stimmen / NL = 29 Stimmen / SPD = 6 Stimmen

Hochzeitskranz Petri
1898
Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht
Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
FrVP = 81 Stimmen / DRP = 30 Stimmen / SPD = 12 Stimmen
1899
Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht
Durch Blitzschlag brennt eine Scheune im Unterdorf gegenüber der Kirche ab. Die 1891 angeschaffte Feuerspritze bewährt sich gut bei den Löscharbeiten.