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Strinz-Margarethä
Idyll im Taunus
Strinzer Chronik 500 v. Christus - 1899

Herzlich Willkommen in der Strinzer Chronik. Hier sammel ich alle Informationen die über Strinz-Margarethä zu erhalten sind in zeitlicher Reihenfolge. Chroniken haben ja immer etwas "Verstaubtes" an sich. Deshalb werde ich versuchen diese so interessant wie möglich zu gestalten.

Bilder und Kartenmaterial habe ich den entsprechenden Jahren zugeordnet. Mit einem Klick auf das entsprechende Bild können Sie dieses vergrößern.

Teilweise habe ich LINKS zu Wikipedia eingebaut, um mit deren Hilfe  Begriffe aus alter Zeit zu erläutern oder Zusatzinformationen anzubieten.

Die Seite befindet sich in einem ständigen Aufbau. Deshalb immer mal wieder reinschauen, um neues zu entdecken. Sollten Sie Informationen Bilder oder ähnliches (z.B. alte Rechnungen) haben, die sich hier noch nicht wiederfinden, dann bin ich dankbarer Abnehmer.

Strinzer Chronik

500 vor Christus

Unsere Region gehört zum sogenannten Hallstattkreis. Die Hallstattzeit bezeichnete einen Zeitabschnitt der älteren Eisenzeit. Sie wird nach den Funden des Ortes Hallstatt im Salzkammergut bezeichnet. Unsere Region liegt im nördlichen Bereich des Hallstattkreises.
In Oberlibbach ist eine Ansiedlung aus dieser Zeit nachweisbar. Ob auch in der Strinzer Gemarkung solch eine Siedlung bestand ist nicht bekannt, allerdings ist davon auszugehen, dass sich die Menschen der damaligen Zeit auch in unserer Gemarkung beim Jagen, Fischen etc. aufhielten.


Der Hallstattkreis

1. - 3. Jahrhundert n. Christus

Unsere hiesige Region wird vom Stamm der Mattiaken bewohnt. Dieser ist wahrscheinlich ein germanischer Teilstamm der Chatten der in der Umgebung von Wiesbaden im Taunus lebt.

82 nach Christus und 85 nach Christus kämpften römische Truppen in den sogenannten Chattenkriegen gegen Chatten, die im Taunus und im Gießener Becken leben. In der Folge entstehen die Grenzbefestigungen des Taunuslimes.

Die spätere Strinzer Gemarkung liegt direkt am obergermanischen Limes zwischen den römischen Kleinstkastellen Zugmantel und Adolfseck. Dies kommt daher, dass der Steinwald, der heute zum Hofgut Georgenthal gehört, früher Strinzer Gebiet war.

Infolgedessen gehört die Strinzer Gemarkung nicht zum römischen Reich sondern zur sogenannten Magna Germania die nicht von römischen Truppen besetzt werden konnte.

Nach den Chattenkriegen wird der Stamm der Mattiaken Teil des römischen Imperiums.

Der Stamm leistet den Römern Hilfe im Kampf, womit er ein Vorposten der römischen Herrschaft an der Grenze zu Germanien ist. Die Mattiaken haben auf der germanischen Seite des Limes ihren Wohnsitz, doch ihr Herz und ihre Gesinnung bei den Römern.


Karte Mattiakengebiet            Typisches Chattendorf

 

481 - 751

Das Strinzer Gebiet gehört zu Austrasien. Austrasien (also Land im Osten) war meist ein selbstständiges fränkisches Teilkönigreich mit der Hauptstadt Metz. Das Gebiet umfasste die fränkischen Gebiete um Rhein, Maas und Mosel und neben Metz die Orte Reims, Köln und Trier, dazu die Gebiete der besiegten germanischen Stämme.


Austrasien

780

Die Benediktiner-Abtei Kloster Bleidenstadt wird als Mainzer Eigenkloster wahrscheinlich durch Erzbischof Lullus von Mainz gegründet.
Neben vielfachem Streubesitz umfasste das Klostergut die Ortschaften Breithardt, Seitzenhahn, Wehen, Hahn, Strinz-Margarethä, Michelbach, Orlen, Neuhof, Wingsbach, Born, Steckenroth, Reßfeld bei Adolfseck, Ober- und Niederlibbach, Heimbach und den Bleidenstädter Grund. Das Kloster wird für viele Jahre die Geschicke von Strinz-Margarethä mitbestimmen.


Das ehemalige Kloster Bleidenstadt

um 800

Strinz-Margarethä gehört zum Herzogtum Franken. Das Herzogtum Franken war eines der Stammesherzogtümer des ostfränkischen Reichs, die sich gegen Ende der Karolingerzeit Anfang des 10. Jahrhunderts herausbildeten. Sein Gebiet umfasste das heutige Hessen, das nördliche Baden-Württemberg, Südthüringen, weite Teile von Rheinland-Pfalz und Teile der heute fränkischen Gebiete in Bayern.


Herzogtum Franken

812

Aus dem Jahre 812 ist eine Urkunde erhalten (eine der ältesten in Nassau), die zur Namensdeutung von Strinz-Margarethä führt. "Terminatio eccleasiae sancti Ferrutii in Blidenstadt" (Abgrenzung der Kirche des heiligen Ferrutius in Bleidenstadt).
In dieser Grenzbeschreibung wird zum ersten Mal der Bach Strinzepha genannt und an einer anderen Stelle derselben Urkunde begegnet uns die Wendung "ad Strincephan flumen" (bis an den Strinzer Bach); gemeint ist wahrscheinlich der Aubach von der Michelbacher Hütte bis zur Fischbachmündung in Hennethal.

1005 - 1009

Es herrscht allgemeine Hungersnot.

1125

Es herrscht allgemeine Hungersnot außerdem ein außergewöhnlich harter Winter.

1145

Es herrscht allgemeine Hungersnot.

1150

Um die Mitte des 12. Jahrhunderts überträgt das Kloster die Vogteirechte über sein Gebiet den Grafen von Nassau.

1160

Wärmerekord in Mitteleuropa

1184

Die Grafen von versuchen  immer wieder die Ländereien des Kloster Bleidenstadt in Ihren eigenen Besitz zu bringen. Ein Konflikt dieser Art, der von Abt Heinrich nur vorübergehend beigelegt werden konnte, veranlaßte das Kloster die Kurie in Rom abzurufen. Papst Lucius der III. erteilte daraufhin am 21. Februar 1184 dem Kloster den gewünschten Schutzbrief, in dem die Rechte und der Besitz ausdrücklich bestätigt wurden. Dies ist die erste urkundliche Erwähnung mit dem Ortsnamen "Strentzge minorem".

Auszug (deutsche Übersetzung aus dem lateinischen):

Papst Lucius III. nimmt das Kloster St. Ferrutius in Bleidenstadt in den apostolischen Schutz und gewährt genannte Rechte ...
... ferner setzen wir fest, dass alle Besitzungen jeglicher Art und alle Güter, die das Kloster gegenwärtig rechtmäßig und nach kanonischem Recht besitzt oder künftig durch Zugeständnisse der Päpste, durch Schenkungen der Könige und Fürsten, durch Stiftungen der Gläubigen oder auf andere rechtmäßige Weise für Gott erwerben könnte, euch und euren Nachfolgern fest und ohne Beeinträchtigung gehören sollen. Unter diesen Eigengütern nennen wir namentlich: den Ort selbst, an dem das Kloster gelegen ist, mit all seinem Zubehör ferner ... Strentzge (StM), das größere und das kleine ...

     
Erwähnungsurkunde                      Lucius III

1195 - 1197

Es herrscht allgemeine Hungersnot.

1201

Extrem harter Winter.

1204

Extrem harter Winter.

1225

In Mitteleuropa herrscht die Pest mit Hungersnot und Viehseuchen.

1231

Nach einem außergewöhnlich warmen Winter folgt ein heißer Sommer.

1250

Von Eigenleuten (Leibeigenen) der Grafen von Katzenelnbogen "in Strinze" berichtet eine Urkunde aus dem Jahre 1250/1260.


Alte Ansicht von Katzenelnbogen

1269

Missernten führen in den folgenden Jahren zu Teuerung an Mittel-und Oberrhein und zu Hungersnot.

1288

Der Winter ist außergewöhnlich mild und absolut ohne Schnee.

1300

Bekannte Ortsnamensformen sind: Strincepha, Strinziche oder Strinzege.

1306

Außergewöhnlich strenger Winter.

1310

Ein nasskalter Sommer führt zu großen Ernteeinbrüchen.

1312

Es ist ein Katastrophenjahr für die Ernte mit anschließender Teuerung.

1316

Nach langen sommerlichen Regenfällen führen Missernten und Viehseuchen zur ersten großen Hungerskatastrophe des Jahrtausends. Mehrere Jahrzehnte dauert das schlechte Klima an.

1332

Abt. Erwin und sein Convent vom Kloster Bleidenstadt bitten den Erzbischof Balduin zu Trier, dass er die Pfarreien Werdsorf und Strinz-Margarethen, deren Vergebung dem Abt zuständig, wegen erlittener Kriegsschäden dem Kloster einverleiben wolle.

1345

Die kältesten Sommer des Jahrtausends beginnen.

1348

In unserer Region herrscht die Pest. Aus Limburg werden z.B. 20 Tote täglich gemeldet. Insgesamt 2400 Tote.

1355

Bei der nassauischen Landesteilung 1355 fallen die Zehntrechte über Bleidenstadt und die zugehörigen Dörfern an die Weilburger Linie, während Idstein und Wiesbaden an die Idsteiner Linie gehen.

1359

Es handelt sich um ein regnerisches Jahr mit Überschwemmungen.

1362

Es herrscht ein sehr kalter Winter.

Heuschrecken, die in riesigen Schwärmen von starken Mittelmeerwinden über die Alpen nach Mitteleuropa getrieben werden, zerstören Teile der Ernte und verursachen eine Hungersnot.

1363

Kalter Winter mit strengem Frost im April.

1367

Das ganze Jahr herrschen Unwetter mit Überschwemmungen.

1375

Besonders trockener und heißer Sommer in dem es mehr als drei Monate nicht regnet.

1400

Bekannte Namensform: in minore Strinziphi

1401

Bekannte Namensform: Strinz gen. Margarethen Strinz

Die heilige Margaretha ist erstmals im Siedlungsnamen vertreten.

1403

Ein nicht näher bestimmtes Lehen des verstorbenen Johann von Cramburg zu Strinz-Mar. fiel an Bleidenstadt zurück.

1417

Jahresbeginn mit anhaltend strengem Winter.

1426

Extrem heißer Sommer

1431

Zum Jahresende beginnt einen kleine Eiszeit, in der in Deutschland alle Flüsse zufrieren.

1435

Mit einer Geldrente aus ihrem Strinzer Besitz belieh Graf Heinrich Kornygel.

1437

Das Jahr wird von Missernten begleitet.

1438

Eine Missernte führt zur Teuerung der Nahrungsmittel, die Hungersnöte mit vielen Toten und Seuchen in Deutschland verursacht. Bauern fliehen in die Städte. Der Landadel verarmt.

1442

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

Bekannte Namensform: Knyppen Strintzige (nach dem Namen des Schultheiß Knipp

1443

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

Mehrere Hagelunwetter zerstören die Ernten.

1444

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1445

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1446

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

Bekannte Namensform: senten Margrethin Strincze / Holenstrinz / Kleinstrinz

Den Kirchsatz der 1446 zuerst in Strinz belegten Pfarrei trug Nassau-Idstein von Bleidenstadt zu Lehen.

Zwischen dem Kloster Bleidenstadt und den Grafen von Nassau-Idstein erwächst eine Auseinandersetzung über die beiderseitige Gerechtsname im Kirchspiel Strinz-Margarethä.

In Holen oder Kleinstrinz erfragt der Amtmann des Grafen Nassau-Idstein ein Weistum über die Rechte seines Herrn in dem Kirchspiel von Strinz-Margarethä, Ober- und Niederlibbach.

Hier die Aufzeichnung der Ereignisse in dem damaligen deutsch:

Anna dm. MCCCC, quadragesimo sexto vff den dinstag nach sent Matheutag hait gestanden der veste Friedrich Higin von Lorch, amptmann zur zijt junghern Johans grafen zu Nassawe, in des scholtheissen höff zu Strincze, genannt senten Margrethin Strincze, vnd hait den nachgeburen zu Strincze, Liedebach vnd Liedebach alt vnd jung (Anm. der Red.: Oberlibbach- und Niederlibbach) vffgegeben vff die eyde, die ir iglicher sinen rechten hern gethan habe, vnd uff die truwe, die sie wiben vnd kindern schuldig sint, vnd vff die fart, die ire sele faren musse vnd sal, wan sich sele vnd lip van ein scheydet, dass sie die warheit sagen vmbe myns junghern von Nassawe herlichkeit zu Str., wie isz ir aldern vff sie bracht vnd sie das bizher gehalten haben, vnd desz nit laissen ader auch nit anders darinne sagen, reden, ader thun, dan sich geboirt, vmbe kheine hande sachen willen, die menschen hercze erdengken mag. Also hant die nachgebur obgen.vmbe gewant vnd sich besprochen vnd beraden vnd sint wider komen ynd gebeten Knippen den scholtheiszen, dasz er von ir allerwegen rede, vnd sie in bescheyden haben, sage. Also hait Knippe geredt von ir aller wegen also. Vnser altern hant isz vff vns bracht, so han wir isz auch also bszher gehalten vnd wiszen auch nit anders, dan dasz vnszer gn. junher Johann graue zu Nassawe, herre zu Idtstein, desz vater, vnser here seliger, vnd sin altern vff in bracht vnd geerbet han, eine here sij zu Strincze, Liedebach vnd Liedebach, vnd wasz in das Kirspel gehoret, vnd habe macht zu gebieden, zu seczen und zu entseczen, vnd desz gerichts ein here, das zu hoen vnd niddern, zu lengen vnd korczen, vnd ein herre vber wasszer, weyde, welde, felde, vnd ober alles, das in das kirspel gehorig ist, nicht vszgescheiden, vnd wuszten sy auch nymandts anders, der einiche gebot, verbot ader herlichkeit in dem egen. kirspel habe in eniche wise, dan der obgen., vnser gn. jungher Hohan vnd syn erben, vnd das vff die eyde, wir alle vnd unszer iglicher sinem heren gethan hait, vnd solten wir icht moen im recht ... zut thun, wolten wir auch thun. Vnd als sprach Knipp, hait ir mich als heysen sagen. Also hant sie die obgemelten mit einander das verwilliget vnd "jo" zu der rede sage gesaget, vnd da disze rede also gescheen waren, da hiesz Friedrich Hilgin hern Jorgen ein vffbar schreiber vber soliche rede vnd wisunge ein ander mee uffin instrument zu machen in der besten form etc.   

1447

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1448

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1449

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

Bekannte Namensform: in Strincze Knyp (nach dem Namen des Schultheiß Knipp)

1450

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1451

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1452

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1453

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1454

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1455

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1456

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1457

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1458

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1459

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

Bekannte Namensform: Strincze da Knyp (nach dem Namen des Schultheip Knipp)

1460

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1461

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1462

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

Mit einer Geldrente aus ihrem Strinzer Besitz beliehen die Grafen Joh. von Königstein und Philipp v. Stockstein. 

1463

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1464

Schultheiß: Knipp (Knippe; Knyp)

1465

Pfarrer: Nicolas Rasor

Bekannte Namensform: sant Margarethen Strinz

Die Grafen zu Nassau-Idstein einigen sich mit dem Kloster Bleidenstadt über die beiderseitige Gerechtsname im Kirchenspiel Strinz-Margarethä (siehe hierzu auch 1446).

Als im Jahr 1465 das Kloster Bleidenstadt dem Grafen Johann von Nassau-Idstein die Verlängerung des bisherigen Lehensvertrag über die beiden Vogteien Würges und Kirberg sowie die Dörfer Strinz-Margarethä, Hambach und Libbach verweigert und damit seine Macht unter Beweis stellen will, kann sich Graf Johann die zur Befriedigung seiner eigenen Lehensleute dringend benötigten Lehen nur unter Einschaltung seines Bruders, des Erzbischof Adolf von Mainz sichern.

1469

Pfarrer: Nicolas Rasor; Ernst von Wiesbaden; Joh. von Urff

Im Jahre 1469 (sabbato post dominicom invocavit) präsentiert Abt Johannes von Bleidenstadt dem Probst von St. Peter bei Mainz als Pfarrer zu Strinz-Margarethä (ad scam Magaretham) nach dem Abgang des bisherigen Pfarrers, Nicolas Rasor, den Johannes Ernst de Wesebaden. Am 6. Mai stellt der Official des Probstes von St. Peter für Ernst von Wesbaden den Bestallungsbrief aus.

Beleg der Strinzer Pfarrei mit "Ecclesia parrochialis ad sanctam Margaretham".

1483

Bekannte Namensform: Furderstryntz

1491

Pfarrer: Heinemann Knippe

1495

Die Gemeinde liegt mit dem Kloster Bleidenstadt wegen des Zehnten im Streit.

Das Kloster Bleidenstadt wird aufgelöst und in ein adliges Ritterstift umgewandelt. Das Ritterstift behält  allerdings das Recht, Abgaben zu erheben und den jeweiligen Pfarrer des Kirchspiels zu ernennen. Dies ist als ein Kuriosum anzusehen, besonders nachdem das Kirchspiel mit seinen Orten evangelisch geworden ist. Nach wie vor aber gehören die Unterhaltungsmaßnahmen an den Kirchen und am Pfarrhaus zu den Pflichten des katholischen Stifts. Nur widerwillig kam es seinen Verpflichtungen nach.

1496

Einwohner 97 davon 53 männlich, 44 weiblich, 4 Kinder über 15 Jahren, 1 Magd

Im Reichssteuerregister der Herrschaft Idstein von 1496/97 werden die Strinzer Bürger aus dem entsprechendem Jahr namentlich festgehalten.

Es sind:

Die Struderßen / Foln Cleßg(e) und Gerdrut sin hußfr(au)e / Moldner Gred(e) und Ka(theri)na ir dochter / Greden Cleßge und Eua syn hußfrauwe / Contzg(e) Synder und Greda sin hußfr(au) / die alde Wyntersen, Katheryn ir dochter und Greda ir dochter / Hans / Greta / Contzg(e) / die Wenerßen / Wenerß Cleßg(e) und greta syn husfr(au)e / Folck / Greda Uxor / Pfaff Hen / Gute Uxor Sua / Stifft und Eyle syn hußfrauwe / Snyder Hen und Ka(theri)na syn hußfr(au)e / Gerdrucen Kathryn / Heyntz Schoman und Greda syn Hyßfraue / Philips / Anna Uxor / Matis Hen und Guta syn hußfr(au)e / Koniges Peter und Greta syn hußfr(au)e / Petergen von Hanbach und Anna syn hußfrawe / der Grobbe / Hilman Smyt und Anna syn hußfrauwe / Gredg(e) / Cleßgen / Knyppon Claß und Elles syn hußfrauwe / Adam / Holn Tyll / Wigand und Eylgen syn hußfrauwe / Greden Heyntz und Fyhee syn frawe / Helbick Scholteiß und Anna syn frawe / Heyntz / Werner / Lotzen Claß / Katherin Uxor / Wameysterß Clao und Greta syn son / Henne /Hylman / der Koewehyrt (der Kuhhirt???) / Katheryn Uxor / Schoman Hen und Greta syn frawe / Eben Heyntz und Greta syn maydt / Adam / Emmerich / Demgen / Dyne / Greda / Emmerich / Logen Heyntz und Anna syn hußfrawe / Meckeln Hans und Eua syn hußfr(au)e / Lotzen Hen und Greta syn hußfr(au)e / Arnoldt und Eylchen syn frauwe / Philips / Adam / Drescheren und Gerda syn hußfr(au)e / Hans Tyll / Lysee / Koe Cleßgen / Molnerß Peter und Grede syn hußfr(aue) / Malden Grede / Hen / Eylchen / Philips / Greden Glaß.

Allen Erstgenannten wurden mit einer Steuerschuld von 1 ß (Solidus, Schilling) belegt.

1499

Bis zum 15. Jahrhundert gab es für Strinz auch die Namensformen: Holen, Major-, Vorder- und Kleinstrinz.

1500

Bekannte Namensform: Margarethenstrenz
Strinz gehört vermutlich zum Amt Idstein.

1514

Für die nassauischen Eigenleuten (Leibeigenen) gilt bis 1514 der Adolfsecker Mühlenbann. Im gleichen Jahr wird in Strinz eine Mühle gebaut. Es ist nicht bekannt, ob es sich dabei um die Zinkenmühle handelt.


Die Adolfsecker Mühle

1520

Bei der Verrechnung der Einnahmen der Herrschaft Idstein vom Weinschank auf "Kirben", vom "Kirchweingeld" und der Weinlieferung zu "Kirben" wird die Kirchweihe zu Strinz-Margarethä am 13. Juli 1520 (uff Freitag nach Margaretha) erwähnt.

1521

Bekannte Namensform: Strintz Margarethe

1527

Die Gemeinde liegt mit dem Kloster Bleidenstadt wegen des Haferzinses im Streit.

1539

Strinz-Margarethä zahlt dem Stift St. Martin in Idstein 2 1/2 Goldgulden.


Die ehemalige Stiftskirche in Idstein

1546

Bei der Verrechnung der Einnahmen der Herrschaft Idstein vom Weinschank auf "Kirben", vom "Kirchweingeld" und der der Weinlieferung zu "Kirben" wird die Kirchweihe zu Strinz-Margarethä am 18. Juli 1546 (Sonntag nach Margaretha) erwähnt.

1550

Die Kirchbaumeister des Stift St. Martin in Idstein kaufen am 11. November in Strinz 1 Gulden Gülte (Grundsteuer).

1558

Im Register der Baumeister des Stiftskirche St. Martin in Idstein erscheinen die Einnahmen der Himmelskirche an ständigen Pensionen in Höhe von 21 Gulden, 8 1/2 Albus (damalige Währung) aus neun Gemeinden, u.a. Strinz-Margarethä.

1560

Strinz besteht aus 40 Haushaltungen.

Erwähnung eines Pfarrhauses.

1565

Pfarrer: Jacob Hauensteiner

1566

Einwohner 180, davon 40 Untertanen

Ein Amtsverzeichnis gibt sicheren und endgültigen Aufschluß darüber das Strinz zum Verwaltungsbezirk "Amt Idstein" gehört.

1571

Pfarrer: Peter

Strinz leistet 15 Malter für den Altar St. Hieronymus des Stift St. Martin Idstein.

1573

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

Strinz muss als Ablösegeld von den Frondiensten, ab sofort jährlich 61 Taler an Nassau-Idstein zahlen.
Dass dabei unser Dorf nach Breithardt (62 Taler) die 3. Stelle einnimmt, ist sicher ein Beweis dafür, dass es im Vergleich zu anderen Dörfern wirtschaftlich gut gestellt war.

1574

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1575

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1576

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1577

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1578

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1579

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1580

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1581

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1582

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1583

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

Adam Dornfelder befasst sich mit der Frage, ob ein Christ der Pest entfliehen darf und verneint sie.

1584

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1585

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1586

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1587

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1588

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal); Hieremias Leo

1589

Pfarrer: Hieremias Leo

1590

Pfarrer: Hieremias Leo

1591

Pfarrer: Hieremias Leo

1592

Pfarrer: Hieremias Leo

1593

Pfarrer: Hieremias Leo

1594

Pfarrer: Hieremias Leo

Bei der Kirchenvisitation wird für Strinz die Einrichtung einer Schule angeregt. Aber das Beispiel des Schulzen drang nicht durch. Er hatte 10 Gulden beisteuern wollen. Aber "viel under der gemeindt sind unwillig darzu".

1595

Pfarrer: Hieremias Leo

1596

Pfarrer: Hieremias Leo / Schultheiß: Martin Rhull

1597

Pfarrer: Hieremias Leo

1598

Pfarrer: Hieremias Leo; Johan Papa

Hieremias Leo stirbt an der Pest, nachdem er sich um die pesterkrankten Gemeindemitglieder gekümmert hat.

1599

Pfarrer: Johan Papa

1600

Pfarrer: Johan Papa

Ende des 16., Anfang des 17. Jahrhundert wurde von einem Vigand Kalwort die Strinzer Glocke gebaut. Sie wog ca. 200 kg und hatte einen Durchmesser von 70 cm. Auf der Schulter der Glocke war eine umlaufende Inschrift, wahrscheinlich in frühhomanistischer Kapitalis eingeschlagen. Sie lautet:

IN DER EIR GOTTES LUDEN ICH VIGAND KALWORT GOS

Diese Glocke ging wahrscheinlich im 2. Weltkrieg verloren.

1601

Pfarrer: Johan Papa; Georg Gleyberger

Neuhof weigert sich zu den Erneuerungsbauten der Wehener Kirche beizutragen. Daraufhin stieß Gräfin Anna von Nassau-Weilburg aus dem Wehener Kirchenverband aus. Da die Neuhofener nun nicht mehr in der Lage waren einen eigenen Pfarrer zu besolden, baten sie den Pfarrer von Strinz-Margarethä um ihre Versorgung. Dieser Bitte kam der Pfarrer für die nächsten drei Jahre nach.

1602

Pfarrer: Georg Gleyberger

1603

Pfarrer: Georg Gleyberger

1604

Pfarrer: Georg Gleyberger

Der weite Weg, die Dunkelheit, der Winter mit Eis und Schnee und die Wolfsplagen erwiesen sich für den Strinzer Pfarrer, der seinen Dienst auch in Neuhof versah (siehe auch 1601) als nicht mehr durchführbar. Gräfin Elisabeth von Nassau-Weilburg verfügt daraufhin, dass der Wehener, für den Schuldienst verpflichtete Kaplan, zugleich den Pfarrdienst in Neuhof versehen soll. Der Strinzer Pfarrer war erlöst.


Wölfe beherrschten die Wälder rund um Strinz

1605

Pfarrer: Georg Gleyberger

1606

Pfarrer: Georg Gleyberger

1607

Pfarrer: Georg Gleyberger

1608

Pfarrer: Georg Gleyberger

1609

Pfarrer: Georg Gleyberger

Aus diesem Jahr ist das Siegel: dem S(IGEL) DES FLECKEN STRINTZ SAN MARGARETE bekannt.

1610

Pfarrer: Georg Gleyberger

1611

Pfarrer: Georg Gleyberger

1612

Pfarrer: Georg Gleyberger

1613

Pfarrer: Georg Gleyberger / Für dieses Jahr findet sich auch ein Johann Heiger in den Nassauischen Annalen als Pfarrer in Strinz.

1614

Pfarrer: Georg Gleyberger

1615

Pfarrer: Georg Gleyberger

1616

Pfarrer: Georg Gleyberger

1617

Pfarrer: Georg Gleyberger

1618

Pfarrer: Georg Gleyberger

Beginn des 30jährigen Krieges, der auch erhebliche Auswirkungen auf Strinz-Margarethä hat.


Darstellung der Gräuelltaten des 30jährigen Krieges

1619

Pfarrer: Georg Gleyberger

1620

Pfarrer: Georg Gleyberger

1621

Pfarrer: Georg Gleyberger

1622

Pfarrer: Georg Gleyberger

1623

Pfarrer: Georg Gleyberger

1624

Pfarrer: Georg Gleyberger; Georg Pistorius

1625

Pfarrer: Georg Pistorius

1626

Pfarrer: Georg Pistorius

1627

Pfarrer: Georg Pistorius

Der ganze Winter 1626/27 war für die Nassauischen Lande sehr traurig. Das Hauptquartier des Herzog Maximilian von Sachsen-Lauenburg war zu Offenheim in der Wetterau, von wo aus seit September die sämtlichen nassauischen Lande mit Truppen überzogen wurden. Das Land war hohen Contributionen (Abgaben) ausgesetzt. 8.000 Reichstaler Constribution wurden gefordert. Das Drückendste war die Willkür, wonach man sich an gar keine Bestimmung band, sondern abpreßte, wozu man Luft hatte.
Konnten die Dorfschaften die angesetzten Contributionen nicht entrichten, so wurden Menschen und Vieh eingesperrt und nicht zur Weide und Arbeit gelassen, wie das u.a. auch in Strinz-Margarethä vorkam. Die Schultheiße (Bürgermeister) wurden mißhandelt und deren Wohnungen ausgeplündert. Und dabei wurden tausend andere Plackereien den Einwohnern zugemutet, die keineswegs gering anzuschlagen waren.

1628

Pfarrer: Georg Pistorius

1629

Pfarrer: Georg Pistorius

Graf Johannes von Naussau-Idstein erläßt eine Verordnung, die auch für Strinz-Margarethä galt, wonach jeder, der nach Strinz zuzog zwei lederne Eimer kaufen musste, einen für die Gemeinde une einen für das eigene Wohnhaus und eine tannenden Leiter mit mindestens 30 Sprüssel (Sprossen)

1630

Pfarrer: Georg Pistorius


Karte von 1630

1631

Pfarrer: Georg Pistorius

1632

Pfarrer: Georg Pistorius

1633

Pfarrer: Georg Pistorius

1634

Pfarrer: Georg Pistorius

1635

Pfarrer: Georg Pistorius

Als sich am Sonntag den 25. Januar 1635 die Bürger von Breithardt eben in die Kirche begeben wollen, kommt ein schwedischer Oberst mit Dragonern zu Pferd vor dem Schlage des Ortes an. Derselbe verlangt, dass der Schlag geöffnet wird und fordert Brot für die Soldaten und Futter für die Pferde. Schultheis und Gericht bitten inständig nichts feindliches gegen sie zu unternehmen, indem sie sich zur Herbeischaffung alles Gewünschten ganz bereitwillig erklären. Mittlerweile haben die jungen Leute ein Signal mit den Glocken gegeben, um den benachbarten Ortschaften die drohende Gefahr, worin sie schweben, anzuzeigen. Zugleich treten sie selbst unter das Gewehr, um sich wenigstens gegen einen möglichen Angriff zu schützen. Diese Vorsicht bekommt der Gemeinde sehr übel. Der Oberst, der als ein Mann mit einem langen, weißen Bart und dem Regimentsstab beschrieben wird, schreit mit lauter Stimme den Soldaten zu: "Schießt drauf, gebt Feuer auf die Bauern." Zugleich stürzen mehrere tod zur Erde nieder und andere krümmen sich in ihrem Blute. Ein Ortsbewohner eilt, um die Aufgeregten zu besänftigen, mit einem Leibbrod in der Hand herbei, aber derselbe wird sogleich tod daniedergestreckt. Nun wird Breithardt ganz ausgeplündert, zwölf schöne Pferde und 120 Stück Schafe aus den Ställen weggetrieben. Unterdessen sind Bürger aus den Nachbargemeinden, u.a. aus Strinz-Margarethä, mit Schießgewehr hinlänglich versehen, herbeigeeilt, um den bedrängten Nachbarn beizustehen. Aber leider kommen sie zu spät, indem schon alles ausgeleert ist. Kaum aber hat die räuberische Horde die herannahenden Mannschaften zu Gesicht bekommen, machen sie sich eilends auf und davon.

1636

Pfarrer: Georg Pistorius; Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

Der 30jähirge Krieg hat unsere Region fast leergefegt. Diejenigen, die bis dahin den 30jährigen Krieg überlebt haben, sind den steten feindlichen Angriffen, Raufen, Schlagen, Plündern und Hungern ausgewichen und halten sich im Rheingau, Langenschwalbach, Diez, Hohenstein (heute Burg Hohenstein) und auch in Idstein auf. Viele Zurückgebliebene sind dem Hungertod geweiht. Auch Pfarrer gibt es in der Region nicht mehr, sodass der einzig verbliebene Pfarrer "Georg Pistorius" etlichmale bis nach Wehen seinen Dienst verrichten muss.
Doch auch diesen hat der Druck der Zeit hinweggerafft und der Verstorbene wird am 21. Oktober 1636 von einem Herrn Pleban aus Wehen begraben. Dieser berichtete vom Begräbnis:
"Bei diesem Leichenbegräbnis ist es fast erbärmlich zugegangen; denn auch so viele Mannspersonen aus dem Grund zusammenzubringen waren, dass sie das Grab machen und ihren toten Pfarrer zu seinem Grabe, nur etliche Schritt aus dem Pfarrhaus in die Kirche tragen konnten. Mußten auch die armen Leute bei dem Ausgang aus der Kirche wegen einer ankommenden hungrigen Partei auf dem Kirchhof entlaufen. Kame ich kaum ohngeplündert und das durch Hilf einer schriftlichen Salven Quartier davon. Ist nun auf diesem ganzen Strich kein einziger Pfarrer mehr"

1637

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

1638

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

1639

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

1640

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

1641

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

1642

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

1642

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

1643

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

1644

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

1645

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

1646

Pfarrer: Vertretung aus Breithardt

Da die umliegenden Pfarrstellen am Ende des 30jährigen Krieges unbesetzt sind, hat der Breithardter Pfarrer mehrere Orte, darunter Strinz zu versehen.

1647

Pfarrer: Vertretung aus Breithard

1648

Pfarrer: Vertretung aus Breithard

Nach dem 30jährigen Krieg besteht Strinz-Margarethä aus nur noch 4 Haushaltungen.

1649

Pfarrer: Vertretung aus Breithard

1650

Pfarrer: Vertretung aus Breithard

1651

Pfarrer: Vertretung aus Breithard

1652

Pfarrer: Vertretung aus Breithard

1653

Pfarrer: Vertretung aus Breithardt

Bekannte Namensform: Strinz Margaretha

Aus dem Jahre 1653 ist eine Caspar-Müller-Mühle (wahrscheinlich die heute Zinkenmühle) überliefert.

1654

Pfarrer: Vertretung aus Breithardt

1655

Pfarrer: Vertretung aus Breithardt

1656

Pfarrer: Vertretung aus Breithardt

1657

Pfarrer: Vertretung aus Breithardt

1658

Pfarrer: Vertretung aus Breithardt

Einwohner: 70

Durch den 30jährigen Krieg sind viele Dörfer menschenleer geworden. In Strinz wohnen im Ganzen 70 Personen. Namen die heute noch hier vorkommen sind Klein, Heiler, Rücker und Enders.

Die Kinder von Niederlibbach werden nach dem 30jährigen Krieg nicht mehr in Wehen, sondern in in StM unterrichtet.

1659

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1660

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1661

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1662

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1663

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1664

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1665

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1666

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1667

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1668

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1669

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1670

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1671

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1672

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1673

Pfarrer: Johann Albert Steinbach; Johannes Neumann

1674

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1675

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1676

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1677

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1678

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1679

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1680

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1681

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1682

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1683

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1684

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1685

Pfarrer: Johann Albert Steinbach / Lehrer: Andreas Leoni, gewesen Pfarrer zu Michelbach

Erste urkundliche Erwähnung eines Lehrers in Strinz.

1686

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1687

Pfarrer: Johann Albert Steinbach / Lehrer: Schuldiener Johannes Nicolei

1688

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1689

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1690

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1691

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1692

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

Das Hofgut Georgenthal oder Georgenthaler Hof, wird von Graf Georg August Samuel von Nassau-Idstein als sogenannter Zehnthof gegründet. Im Zuge der Neugründung müssen die Nachbargemeinden Grundstücke abgeben. Strinz Margarethä verlor dadurch den Steinwald. Als Ausgleich erhält Strinz das sogenannte Hauptmann-Weber-Gut.


Heutige Ansicht vom Hofgut Georgenthal

1693

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1694

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

Erste Schule in Strinz-Margarethä

1695

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

Die Grafen von Georg Schrumpf erwerben das sogenannte Rühlsche Gut und vergrößern damit ihr Georgenthaler Hofgut.

1696

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1697

Pfarrer: Johann Albert Steinbach / Lehrer: Joh. Christoph Börner

Die Kinder aus Niederlibbach, Oberlibbach und Hambach werden ab sofort nicht mehr in Strinz, sondern in der neuen Schule in Niederlibbach unterrichtet.

1698

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1699

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

Der Jude Girsin (Gerson / Kirvin) beantragt einen Umschreibung seines Bestandsbriefes auf Strinz-Margarethä und begründet es damit, dass in Strinz zwei Häuser leer stehen. Er findet in Breithardt kein Haus zu kaufen und auch nicht zur Miete und muss sich deshalb bei einem Christen aufhalten.

Nur 22 Jahre alt wird ein Pfarrersohn aus Strinz-Margarethä, Schulmeister und Organist
Johann Andreas Neumann. Auf der prächtigen hölzernen Gedenktafel (die heute noch in
der ev. Kirche zu Breithardt hängt) ist vermerkt, dass er kurz vor einer (seiner?) Hochzeit
im Jahr 1699 vom Fieber dahingerafft wurde.

 

1700

Bekannte Namensform: Margretstrentz

Pfarrer: Johann Albert Steinbach / Schultheiß: Paul Drücker

Einwohner: 90 - 100

 

 


Karte von 1700

1701

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1702

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1703

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

Aus diesem Jahr ist das Siegel: STRINZMARGRETHA AVROFF U(ND) LIEBACHER GERICHTSSIEG(EL) bekannt.


Das Gerichtssiegel

1704

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1705

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1706

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1707

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1708

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1709

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1710

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

Die spätere Strinzer Barockorgel wird für das Weißfrauenkloster in Mainz, vermutlich von Johann Jakob Dahm, erbaut.


Die Kirchenorgel

1711

Pfarrer: Johann Albert Steinbach

1712

Pfarrer: Johann Albert Steinbach; Heinrich Rhod

1713

Pfarrer: Heinrich Rhod

1714

Pfarrer: Heinrich Rhod

1715

Pfarrer: Heinrich Rhod

1716

Pfarrer: Heinrich Rhod

1717

Pfarrer: Heinrich Rhod / Schuldheiß: Joh. Peter Rücker

Nassau-Idstein verspricht, das Stift Bleidenstadt in der Nutznießung des Zehnten von Strinz, nicht zu beeinträchtigen.

1718

Pfarrer: Heinrich Rhod

1719

Pfarrer: Heinrich Rhod / Lehrer: Johann Niedhorn

1720

Pfarrer: Heinrich Rhod

Bau des heutigen Pfarrhauses


Das Strinzer Pfarrhaus

1721

Pfarrer: Heinrich Rhod

1722

Bekannte Namensform: Strinz Margretha

Pfarrer: Heinrich Rhod


Gemarkungskarte von 1722

1723

Pfarrer: Heinrich Rhod

1724

Pfarrer: Heinrich Rhod

1725

Pfarrer: Heinrich Rhod

1726

Pfarrer: Heinrich Rhod

1727

Pfarrer: Heinrich Rhod

Am Freitag, dem 18. Juli 1727, beschweren sich die Abgesandten aus Ehrenbach, Görsroth, Strinz-Margarethä und Bechtheim bei der Verwaltung in Idstein, daß sie in der vergangenen Woche 5 Tage bei Hahn auf der Jagd liegen mussten. Sie konnten deswegen kein Heu machen und kein Korn schneiden. Doch nicht nur mit ihrer eigenen Feldarbeit blieben sie gewaltig zurück, auch die Frondefahrten, zu denen sie ebenfalls verpflichtet sind, blieben ungetan. Sie hätten Hafer nach Biebrich und (Holz-)Kohle zu einer (Eisen-)Schmelze fahren müssen. Da wegen der unterlassenen Zulieferung ein Ofen ausgegangen war, sprach nun die zuständige Rentkammer von Bestrafung.
Die Amtsverwaltung hat ein Einsehen und hilft den frondepflichtigen Untertanen aus der Zwickmühle, die durch die an sich berechtigten Forderungen der verschiedenen Behörden entstanden ist. Der Oberforstmeister wird angewiesen, die Leute "so viel möglich bey dieser kostbaren Erndte Zeit gäntzlich und durchauß zu verschonen".

1728

Pfarrer: Heinrich Rhod; Johannes Kaspar Becker

1729

Pfarrer: Johannes Kaspar Becker

1730

Bekannte Namensform: Strentz Marg.

Pfarrer: Johannes Kaspar Becker


Karte von 1730

1731

Pfarrer: Johannes Kaspar Becker

1732

Pfarrer: Johannes Kaspar Becker

1733

Pfarrer: Johannes Kaspar Becker

1734

Pfarrer: Johannes Kaspar Becker; Johann Peter Freyberger

1735

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

Erst jetzt wird ein förmlicher Vertrag über die Abtretung von Gebieten der Gemeinden Steckenrodt, Strinz-Margarethä und Wingsbach an den Georgenthaler Hof geschlossen (siehe auch 1692).

1736

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1737

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1738

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1739

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1740

Bekannte Namensform: Strentz Margr.

Pfarrer: Johann Peter Freyberger


Karte von 1740

1741

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1742

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1743

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1744

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1745

Bekannte Namensform: Margretstrenz

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1746

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

Eine Aufstellung aus diesem Jahr zählt u.a. Strinz-Margarethä als in Heu,- Frucht- und Grummeternte dem Georgenthaler Hof als fronpflichtig auf. Den Fronpflichtigen steht pro Arbeitstag " Ein wohlgebackenes Brod sodann 1/2 Maas trankbahres Bier" zu.

1748

Pfarrer: Johann Peter Freyberger


Inschrift eines Wohnhauses der Schulstraße

1749

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1750

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1751

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1752

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1753

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1754

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1755

Pfarrer: Johann Peter Freyberger / Lehrer: Bachmann

1756

Pfarrer: Johann Peter Freyberger / Lehrer: Bachmann, Johann Martin Joch

Versetzung des Lehrers Bachmann nach Wiesbaden.

Anstellung des Johann Martin Joch aus Breithardt als Lehrer in StM.

Im Siebenjährigen Krieg (1756 -1763) wird die Registraturkiste im hiesigen Pfarrhaus durch französische Einquartierung geplündert.

1757

Bekannte Namensform: Strenz

Pfarrer: Johann Peter Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch


Karte von 1757

1758

Pfarrer: Johann Peter Freyberger; Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch

1759

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch

1760

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch

1761

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch

1762

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch

1763

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch

1764

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch

1765

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch

1766

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch

1767

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch

1768

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch

1769

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger; Ernst Gottlob Stritter / Lehrer: Johann Martin Joch

1770

Pfarrer: Ernst Gottlob Stritter / Lehrer: Johann Martin Joch

1771

Pfarrer: Ernst Gottlob Stritter; Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch

Eine Hungersnot läßt die schon um einiges früher in Nassau eingeführte Kartoffel endgültig zum wichtigsten Grundnahrungsmittel werden.

1772

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch

1773

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch

1774

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch

1775

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch

1776

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch

1777

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch

1778

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch

Aus dieser Zeit ist ein
Grenzstein bekannt
der die Grenze zu
Steckenroth markiert.
Die Inschrift lautet 1778 HW.

1779

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel / Lehrer: Johann Martin Joch

1780

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel; Johann Gottfried Wex / Lehrer: Johann Martin Joch

Neuer Pfarrer in StM wird Johann Gottfried Wex. Er ist Kaplan und kommt aus Wehen.

1781

Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Lehrer: Johann Martin Joch / Schultheiß: Johann Enders

1782

Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Johann Martin Joch

Schultheiß Enders berichtet, dem Mainzer Domkapitel stünden als Nachfolger Bleidenstadts außer Frucht- und Blutzehnten 23 Morgen Land zu.


Wappen des Domkapitel

1783

Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Johann Martin Joch

1784

Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Johann Martin Joch

1785

Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Johann Martin Joch

1786

Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Johann Martin Joch

1787

Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Johann Martin Joch

1788

Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Johann Martin Joch

1789

Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Johann Martin Joch; Philipp Ferdinand Sauer

Nach dem Tod des Johan Martin Joch wird Philipp Ferdinand Sauer vom Kloster Klarenthal neuer Lehrer in StM. Die Witwe von Joch erhält die Besoldung ihres Mannes befristet weiter.

Das Ritterstift, dass die Nachfolge des Kloster Bleidenstadts antrat, gibt das Pfaffengut in Pacht an Joh. Phil. Faust und dessen Erben. indem Pachtvertrag heißt es unter anderem: "Er (gemeint ist der Pächter Faust) muss auf dem sog. Ochsengut (Pfaffengut) nicht nur das gewöhnliche Faselvieh auf seine Kosten stellen und unterhalten, sondern annebst unserem Ritterstift alljährlich Michaelis (29. Sept.) anch Bleidenstadt 3 Malter (1 Malter = 128 Liter) Korn und 6 Malter Haber (Hafer) guter und sauberer Frucht entrichten.

1790

Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Ferdinand Sauer

Einwohner: 37

Die Regierung ordnet die Aufteilung der 207 Morgen Viehweide zwischen den anliegenden Gemeinden an. Auf Strinz entfielen 27 Morgen. Grund war, dass sich die Gemeinden nicht um die gemeinsam genutzten Viehweiden kümmerten. Mangels Pflege war z.B. der Weidebrunnen verfallen.

1791

Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Ferdinand Sauer / Joch

Der Schullehrer Joch hat "das Schulhaus samt 5 Morgen Schulgut frei zu benutzen und das Schulgut ist Zehnten frei".

1792

Pfarrer: Johann Gottfried Wex; Johann Gottfried Kolb / Schultheiß Joh. Enders / Lehrer: Ferdinand Sauer

Nach dem Tod des Pfarrers Johann Gottfried Wex, wird Johann Gottfried Kolb aus Neuweilnau neuer Pfarrer in StM. Die Kinder von Wex beantragen die befristete Überlassung der Besoldung ihres Vaters.

1793

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

1794

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

Während des harten Winters von 1794/95 (das Wasser fror in den Brunnen), liegen die Kürassiere vom kurfürstlich-sächsischen Reichskontingent in Strinz.

1795

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

1796

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

Im September passiert ein Teil der französischen Maar- und Sambrearmee  unter Führung von Jean-Baptiste Jourdan - auf dem Rückzug aus Franken - die hiesige Gegend. Die Einwohnerschaft flüchtet mit Vieh und Habe in das benachbarte hessische Gebiet, das durch den Baseler Separatfrieden neutral geworden ist.

 Jean-Baptiste Jourdan

1797

Bekannte Namensform: Strenz Margaret

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer


Karte von 1797

1798

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

1799

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

1800

Bekannte Namensform: Strinz Margaretha

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

 
Karte von 1800                         Wappen Gruber

1801

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

1802

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

1803

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

Es wurde vermerkt. "Die Feuergefahr in Strinz-Margarethä war groß, zumal die Häuser und Scheunen mit Stroh gedeckt waren".
Die "Abgebrannten" wurden bettelarm, denn eine Feuerversicherung gab es damals noch nicht. Es gab auch keine organisierte Feuerwehr, obwohl es dazu gesetzliche Vorschriften gab. Wenn die Stroh gedeckten Häuser erst einmal brannten, war es schon zu spät. Sie brannten schnell nieder. Eine gewisse Sicherheit zum Schutz der Bürger wurde gewährleistet durch einen Tagwächter, einen Nachtwächter und einem Flurschütz.

1804

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

1805

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

1806

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

In der Rheinbundakte werden die Fürstentümer Nassau-Weilburg und Nassau-Usingen, zu dem seit 1728 das Oberamt Idstein gehört, vereinigt und zum Herzogtum Nassau erhoben.

1807

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

Inschrift in einer zum Wohnhaus umgebauten Scheuer in der Scheidertalstrasse

1808

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Ferdinand Sauer

Am 24. März kauft Johannes Emmerich Enders in Strinz-Margarethä von der Herzoglich Nassauischen Hofkammer (inzwischen war aus dem Fürstentum ein Herzogtum geworden) das "Ochsengut" (früher Pfaffengut) für 2.300 Gulden. Im Kaufvertrag verpflichtet er sich, u.a. für die Gemeinde das Faselvieh, nämlich einen tüchtigen Faselochsen und einen guten Eber auf seine Kosten anzuschaffen und stets zur Zufriedenheit der Gemeinde zu unterhalten.

Abschaffung der Leibeigenschaft.

1809

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Ludwig Imanuel Snell / Lehrer: Ferdinand Sauer

Nach der Versetzung von Pfarrer Kolb nach Usingen wird Imanuel Snell aus Usingen neuer Pfarrer in StM.

1810

Pfarrer: Ludwig Imanuel Snell / Lehrer: Ferdinand Sauer

1811

Pfarrer: Ludwig Imanuel Snell / Lehrer: Ferdinand Sauer

1812

Pfarrer: Ludwig Imanuel Snell / Lehrer: Ferdinand Sauer

1813

Pfarrer: Ludwig Imanuel Snell / Lehrer: Ferdinand Sauer

Ab jetzt:
- Verwaltungsbezirk Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Amt Idstein -

Gemeindesteuer-Ausschreibung der Gemeinden des Oberamts Idstein:
Zur Bestreitung gemeinheitlicher Aufgaben des laufenden Jahres 1813 ist den benannten Gemeinden des herzoglichen Oberamts Idstein die Ausschlagung und bis zum November des Jahres zu bewerkstelligende Erhebung der benannten Grund- und Gewerbesteuer-Simpeln erlaubt worden: Strinz-Margarethä zwei Simplum.
Wiesbaden den 2. August 1813

Während des Befreiungskrieges gegen das napoleonische Frankreich stehen die Füsiliere des 1. ostpreussischen Infanterieregiments, am 13. November in Strinz-Margarethä. Das Dorf ist in einer Nacht so stark besetzt, dass in den einzelnen Häusern 40 Mann und darüber Quartier nehmen.
Der Prinz Wilhelm von Preußen (der spätere Kaiser Wilhelm der I.) hält Nachtlager im Pfarrhaus.
Die Truppen kochen sich meist selbst, furagieren in den Scheunen und ziehen mehreren Leuten die brauchbaren Schuhe aus. Am 14. ziehen sie weiter.

  
Übernachtete im Strinzer Pfarrhaus /Kaiser Wilhelm I.

1814

Pfarrer: Ludwig Imanuel Snell / Lehrer: Ferdinand Sauer

Absetzung des Ludwig Imanuel Snelll als Pfarrer in StM aufgrund seiner Trinksucht. Zuvor wurde der Sonntagsgottesdienst bereits Vertretungsweise von Konrektor Philippi aus Idstein gehalten.

1815

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Lehrer: Ferdinand Sauer

Im April findet die letzte Einquartierung des Befreiungskrieges statt. In Strinz liegen Soldaten des damals neu errichteten kurhessischen Kontingents.

1816

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn/ Lehrer: Ferdinand Sauer

Strinz gehört ab sofort zum Verwaltungsbezirk Herzogtum Nassau, Amt Wehen.

Die Feuereimer der Gemeinde wurden durch Zukauf aus dem Zuchthaus Diez komplettiert.

1817

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Ferdinand Sauer

Pfarrer Schmidtborn zeigt 7 Burschen an, weil sie die Katechismuslehre geschwänzt hatten.

1818

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Ferdinand Sauer

Nach den Befreiungskriegen war ist immer noch ein starker Selbstschutz notwendig. Die Gemeinde bestellt beim Schlossermeister Klein aus Idstein drei neue Spieße, auf die der Dorfname eingeschlagen werden muss.
Es ist daraus zu ersehen, dass das Dorf durch drei Spießträger geschützt wird. Den Tagwächter, den Nachtwächter und den Flurschütz.

1819

Bekannte Namensform: Strinz Margarethe

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Ferdinand Sauer ; Johann Gottfried Georg

Im Gemeindewalde werden am Dienstag den 16. Februar, vormittags 18 3/4 Klafter Buchenscheid, 10 Klafter Buchenbrügel, 1 Klafter Eichenlagerholz, dann 10 Stück Achsen, 1 Klafter Felgenholz und 500 Stück Buchenwellen versteigert.


Karte von 1819

1820

Bekannte Namensform: Strinz Margaretha

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg


Karte von 1820

1821

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg

Einwohner: 277

1822

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg

Es besteht eine Spritzengemeinschaft mit Breithardt, Steckenroth, Watzhahn und Adolphseck. Standort der Spritze dürfte Breithardt gewesen sein. Bis zum Kauf einer eigenen Spritze im Jahre 1859 werden an Breithardt für die gemeinsame Spritze Beiträge gezahlt. Diese beliefen sich zwischen 3 bis 7 Gulden.

1823

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg

1824

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg

Schließung der alten Kirche, die keinen Turm besaß und deren Chor nach Osten zeigte, wegen Baufälligkeit. Die Strinzer müssen nun 10 Jahre lang den Gottesdienst in Niederlibbach besuchen.

1825

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg

In Strinz erkranken 16 Bürger an Typhus, 4 Bürger sterben.

Beitritt zum Spritzenverein Strinz-Trinitatis. Dieser Gemeinschaft gehören noch Niederlibbach, Oberlibbach und Hambach an.

 
Feuerspritze von 1825    Spezial-Etat Feuerspritze

1826

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg

1827

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg

Für einen Brand vom 13. auf den 14. Juli muss die Brand Assekuranz 519 Gulden bezahlen.

1828

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg

1829

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg

1830

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Johann Gottfried Georg; Friederich Jakob Friederich

Abriß der alten Kirche

1831

Bekannte Namensform: Strinz-Margaretha

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Friederich Jakob Friederich

Baubeginn der neuen Kirche und Schließung des alten Totenhofes, der bei der Kirche lag.


Karte von 1831

1832

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders / Lehrer: Friederich Jakob Friederich

Anlage eines neuen Totenhofes auf dem Acker des herren Schutlheiß Enders zwischen Strinz und der Zinkenmühle (Pfaffenhof) unter dem Hennetahler Weg. Absteckung von 60 Ruthen.

Pfarrer Schmidtborn stellt einen Antrag auf Erbauung eines neuen Stalles. Die zuständigen Gremien lehnen ab und empfehlen dem Pfarrer später, die Ländereien zu verpachten. 13 Jahre später wird der Bau endlich genehmigt und errichtet.

1833

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Johannes Emmerich Enders; Martin Rücker; Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich

Verlegung des neuen Totenhofes neben diesen und zwar nach dem Ort zu, da das Pfaffengut auf dem der neue Totenhof angelegt wurde, nicht bebaut werden durfte (heutiger Friedhof). Es waren schon 12 Leute dahin beerdigt worden die umgebettet wurden.

Anschaffung einer neuen Feuerleiter für 13 Gulden 4 Kreuzer.


Lage des ehemaligen Pfaffengutes

1834

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich

Einwohner: 79 Familien / 351 Einwohner

Einfriedung des neuen Totenhofes mit einer Mauer und einem Tor.

Einweihung der neuen evangelischen Kirche als klassizistischer Saalbau durch Pfarrer Schmidtborn am 02. November.


Die Strinzer Kirche

1835

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich

Anschaffung eines strohenen Feuereimers für 1 Gulden 40 Kreuzer

Einwohner: 76 Familien / 321 Einwohner


Strohener Feuereimer

1836

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich

Einwohner: 75 Familien / 322 Einwohner

Anschaffung einer neuen Feuerleiter

1837

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich

Einwohner: 76 Familien / 329 Einwohner

1838

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich

Einwohner: 73 Familien / 325 Einwohner

1839

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich

Einwohner: 74 Familien / 326 Einwohner

1840

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich

Einwohner: 73 Familien / 317 Einwohner

Es existiert eine gemeinsame Feuerspritze mit Adolfseck, Breithardt und Steckenroth.

1841

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich

Einwohner: 74 Familien / 320 Einwohner

Anschaffung von 5 Stück Feuereimern für 5 Gulden.

Versteigerung einer Feuerleiter am 29. April für 3 Gulden 36 Kreuzer.

1842

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich

Einwohner: 70 Familien / 313 Einwohner

55 Bürger erkranken im Medicinalbezirk Wehen an Thypus, 9 sterben, insbesondere in Strinz und Panrod.

1843

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich

Einwohner: 72 Familien / 318 Einwohner

Anzahl Häuser: 49

Einwohner Zinkenmühle 10

1844

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich

Einwohner: 74 Familien / 323 Einwohner

1845

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: Friederich Jakob Friederich; J. A. Stoll

Einwohner: 74 Familien / 326 Einwohner

1846

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: J. A. Stoll; Johann Adam Schmidt

Einwohner: 76 Familien / 327 Einwohner

Pfarrer Schmidtborn kann 13 Jahre nach der Beantragung endlich seinen Stall bauen.

Am 29. Juli des Abends um 09:30 Uhr wird eine Erderschütterung gespürt, und zwar so, dass die Häuser wankten, Leute aus den Betten sprangen und eine Donner ähnliches Getöse gehört wurde.

1847

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Friedrich Rücker / Lehrer: J. A. Stoll; Johann Adam Schmidt

Einwohner: 78 Familien / 327 Einwohner

Die Gemeinde StM verkauft 2 Klafter Schulholz an die Gemeinde Niederlibbach und erhält dafür 7 Thaler und 40 Kreuzer.

1848

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Friedrich Rücker; Paul Weber / Lehrer: Johann Adam Schmidt

Infolge der Volkskundgebung vor dem Schloß des Herzog Adolf in Wiesbaden, am 4.März, an der nachweißlich auch ein Strinzer Bürger teilnimmt, wird es den Gemeindemitgliedern gestattet, sich durch Stimmenmehrheit einen Schultheißen (Bürgermeister) zu wählen. Infolge dessen wird der bisherige Schultheiß Rücker auf seinen Wunsch entlassen und er Feldgerichtsschöffe Peter Weber durch frei Wahl der hiesigen Bürger zum Schultheiß bestimmt. Aus der GemeindeChronik:
"Die Vorgänge am 4. März in Wiesbaden sind eine wahre Insurrektion (Aufstand) gegen das monarchische Prinzip und das bisherige bürokratische System."Der schwer gefühlte Druck ging zunächst von der Gewaltsamkeit des Forstwesens und dem Verhältnis der Domänen aus, deren reicher Ertrag in die landesherrliche Kasse floß. Die Bauern forderten freies Jagen in den Waldungen. Am Sonntag dem 5. März, abends 10 Uhr, schoss der hiesige Oberförster aus seiner Wohnung über die Straße und suchte darauf unter dem Vorgeben, er sei angegriffen worden, jemanden, den er erschossen haben wollte. Wahrscheinlich war der Oberförster infolge der politisch eingetretenen Veränderung durch die Furcht in panischen Zustand versetzt worden. Auf die Veranlassung von Pfarrer Schmidtborn erschienen am 9. März zwei Deputierte vom Sicherheitscomité in Wiesbaden, welche die Gemeinde in der Kirche feierlich anredeten, um sie zu beschwichtigen.
Der Oberförster wurde seines Dienstes enthoben und aus dem Ort verwiesen.

1849

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Paul Weber / Lehrer: Johann Adam Schmidt

Ab jetzt:
- Verwaltungsbezirk Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Verwaltungsbezirk VI -

Als Ergebnis der Revolution besitzt jeder Bürgersohn der Gemeinde das Bürgerrecht; er muss aber eine Eintrittsgebühr dafür bezahlen. Sie beträgt 10 Gulden. Für einen Inländer, der nicht aus der Gemeinde statt, beträgt das Eintrittsgeld höchstens 60 Gulden, für einen Ausländer (Nicht-Nassauer) höchsten 120 Gulden.

Wiedereinstellung des Oberförsters, der im Jahr zuvor seines Dienstes enthoben und aus dem Ort verwiesen wurde.

Am 23.07.1849 wandert der Strinzer Bürger Johann Jacob Rücker nach Amerika aus. Ziel ist New York City. Er hat fünf Kinder, der Name der Ehepartnerin ist unbekannt. Eingeschifft wird die Familie in Antwerpen.


Deutsche Auswanderer schiffen ein.

1850

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Paul Weber / Lehrer: Johann Adam Schmidt

Die Ortsvorstände beginnen einen Prozeß gegen Pfarrer Schmidtborn um das Pfarrbesoldungsholz.

1851

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Paul Weber / Lehrer: Johann Adam Schmidt; Johann Friedrich Demmer

1852

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Paul Weber / Lehrer: Johann Friedrich Demmer

Pfarrer Schmidtborn gewinnt den Prozeß um das Pfarrbesoldungsholz nach 3 Instanzen (1. Instanz: Justizamt Wehen / 2. Instanz: Herzogliches Hofgericht / 3. Instanz: Oberappelationsgericht.

Einführung der allgemeinen Stallfütterung (statt Weidegang)

Erstmals wird für das Leiterhaus eine Brandsteuer erhoben. Sie beträgt 1 Gulden 10 Kreuzer und wird bis 1883 erhoben.

1853

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn  / Schultheiß: Paul Weber / Lehrer: Johann Friedrich Demmer

Aufstellung der Barockorgel in der Strinzer Kirche.


Die Kirchenorgel

1854

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn uel Snell / Schultheiß: Paul Weber / Lehrer: Johann Friedrich Demmer

1855

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Schultheiß: Paul Weber / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer

1856

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer

1857

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer

Auf der  der 6. Sitzung der ersten Kammer der Ständeversammlung in Wiesbaden, wird über den Antrag der Gemeinden Watzhan, Steckenrodt, Breithardt, Holzhausen über Aar und Michelbach beraten, die geplante Verbindungsstraße zwischen Aarstraße und Wehen-Bleidenstadter Chausee statt über Wingsbach, Strinz-Margarethä, Hennethal und Daisbach oder statt durch das Aartal über Adolfseck nach Hausen lieber über Watzhahn, Steckenroth, Breithardt und Holzhausen zu führen. Die Anträge wurden an die Regierung zur Entscheidung weitergegeben.

1858

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer

Der Ort erhält einen erste eigene Feuerspritze von der Firma Emil Roth in Idstein zum Preis von 320 Gulden, was sich als billig erweist. Die seitens des Herzoglichen Amtes vorgeschlagene größere Spritze wird vom Ortsvorstand abgelehnt. Begründung: Mit der kleineren Spritze "kann man besser in die Winkel kommen" und es gäbe nur eine kleine Löschmannschaft. Außerdem käme wegen fehlender Pferde eine größer Spritze nicht in Betracht.

Am 25. April, nachmittags um 4 Uhr bricht nahe der Schule, wie man sagt durch Tabakpfeife, ein Feuer aus, welches durch das rasche Einschreiten der hiesigen Gemeinde glücklich gelöscht wird, ohne das Schulgebäude bedeutend zu beschädigen.

Am 19. Juni kommt es zu einem Hagelschlag mit taubeneigroßen Hagelkörnern die am Mittag des nächsten Tages bei Sonnenschein noch schuhhoch im Feld bei Lambertsbach lagen.

1859

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer

Bürgermeister Hanson richtet am 24. März an das Herzogliche Amt Wehen ein Ersuchen für den Bau eines Spritzenhauses zum aufbewahren der neuen Feuerspritze mit Wagen, die einstweilig in einer Scheune untergebracht ist.
Am 25. Mai befürwortet das Herzogliche Amt Wehen den Bau des Spritzenhauses. Mit Schreiben des Herzoglichen Amtes Wehen - am selben Tag - an den Bauinspektor Willet in Eltville wird die Auflösung der Spritzengemeinschaft Strinz-Trinitatis, Strinz-Margarethä, Niederlibbach, Oberlibbach und Hambach mitgeteilt.
Am 29. Mai erfolgt der Beschluss der Gemeinde zum Bau des Spritzenhauses

1860

Bekannte Namensform: Strinz-Margaretha

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer

Erstmalig wird eine Spritzenmeister - Ferdinand Gräter - erwähnt. Er ist zuständig für die Pflege und Wartung der Spritze und ruft zu Übungen ein. Er bekommt für seien Arbeit 3 Gulden 30 Kreuzer Lohn.


Karte Strinzer Waldungen von 1860

1861

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer

Erstmals wird für das Spritzenhaus einen Brandsteuer erhoben (3 Gulden 30 Kreuzer).

Neuer Spritzenmeister wird der Schmiedemeister Philipp Klein. Er behält das Amt für 40 Jahre.

1862

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer

Seine Hoheit der Herzog geruht Pfarrer Schmidtborn aus Anlaß der Feier seines fünfzigjährigen Amtsjubiläums den Titel Krichenrat zu verleihen.

1863

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson/ Lehrer: Johann Friedrich Demmer

Ackerfläche: 200 - 340 fl.
Wiesenfläche: 250 - 400 fl.
Gewerbe: 2 Leinenweber / 1 Mahlmeister / 1 Brandweinbrenner / 2 Kaufleute / 2 herumziehende Kramer / 2 Wirte / 1 Zimmermann / 1 Wagner / 2 Schmiede / 1 Schuhmacher / 1 Sattler / 1 Schneider / 2 Schreiner -Und heute??????

1864

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Johann Friedrich Demmer

Einwohner: 397

1865

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Johann Friedrich Demmer


Hochzeitskranz Wahl

1866

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Johann Friedrich Demmer; Philipp Ferger

Am vier Wochen dauernden Bruderkrieg zwischen Österreich und Preußen nehmen die Strinzer Bürger Heinrich Christmann und Karl Schneider teil.

In diesem Krieg verliert  Herzog Adolf von Nassau als Bundesgenosse Österreichs sein Land an die im Bruderkrieg siegreichen Preußen. Nun gehört StM zur preußischen Provinz Hessen-Nassau.


Die Schlacht bei Königkrätz

1867

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Philipp Ferger

Ab jetzt:
- Preußische Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis -

1868

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Philipp Ferger

Zwischen 12 Uhr und 1 Uhr mittags brennt die Scheune in der Pfalzstraße ab. Stall und Wohnhaus wurden stark beschädigt. Es handelt sich um das Anwesen Baum.

Als Förster für den Schutzbezirk Strinz-Margarethä der Oberförsterei Breithardt der königlich preußischen Forstverwaltung wird ein Hr. Bayer genannt.

1869

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Philipp Ferger

1870

Pfarrer: Ludwig Schmidtborn; R. Osterloh (Vikar) / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Philipp Ferger

Strinz-Margarethä stellt 7 Soldaten für den Deutsch-Französischen Krieg.
Es sind: August Weidnau, Karl Schneider, Karl Rücker, Friedrich Hankammer und die 3 Brüder Heinrich, Adolf und August Christmann. Allerdings ging Heinrich Christmann, der, wie Karl Schneider auch schon 1866 eingezogen war, wohl über die Grenze, nahm aber nicht an Kriegshandlungen teil. Dagegen wurde sein Bruder Adolf bei Wörth verwundet. August Christmann hat nach Ausweis des Militärpasses in einem Dutzend Schlachten (darunter Weißenburg, Wörth, Sedan, Orleans) mitgekämpft.


Deutsche Truppen vor Paris

1871

Pfarrer: R. Osterloh (Vikar); E. Doerr / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Philipp Ferger

Einwohner: 397

Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
DFP = 94 Stimmen / Z = 5 Stimmen / NL = 6 Stimmen

Bau einer Schule neben der Kirche

1872

Pfarrer: E. Doerr / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Philipp Ferger

1873

Pfarrer: E. Doerr / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Philipp Ferger

1874

Pfarrer: E. Doerr; Fr. G. Grünschlag / Bürgermeister: Georg Hanson / Lehrer: Philipp Ferger

Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
DFP = 96 Stimmen

1875

Pfarrer: Fr. G. Grünschlag / Bürgermeister: Georg Hanson; Karl Wenig / Lehrer: Philipp Ferger

Einwohner: 384

Pfarrer Schmidtborn stirbt nach sehr kurzem Unwohlsein. Bei der Beerdigung folgen dem Sarg nur zwei der nächsten Verwandten, fast alle Geistlichen des Dekanat Kirberg und die meisten Bewohner des hiesigen Kirchenspiels.

1876

Pfarrer: Fr. G. Grünschlag / Bürgermeister: Karl Wenig / Lehrer: Philipp Ferger

1877

Pfarrer: Fr. G. Grünschlag; Adolf Mai / Bürgermeister: Karl Wenig / Lehrer: Philipp Ferger

Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
NL = 3 Stimmen / DFP = 62 Stimme

1878

Pfarrer: Adolf Mai / Bürgermeister: Karl Wenig / Lehrer: Philipp Ferger

Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
NL = 3 Stimmen / DFP = 72 Stimmen

1879

Pfarrer: Adolf Mai / Bürgermeister: Karl Wenig / Lehrer: Philipp Ferger

1880

Pfarrer: Adolf Mai / Bürgermeister: Karl Wenig / Lehrer: Philipp Ferger

Erlaß einer Brandstättenverordnung, in der unter anderem Bau von Strohdächern - so auch in Strinz- verboten wird.

1881

Pfarrer: Adolf Mai / Bürgermeister: Karl Wenig; Heinrich Meyer / Lehrer: Philipp Ferger

Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
DFP = 79 Stimmen / K = 1 Stimme

1882

Pfarrer: Adolf Mai / Bürgermeister: Heinrich Meyer / Lehrer: Philipp Ferger

Anschaffung einer Feuerleiter für 12 Mark und 79 Pfennig.

1883

Pfarrer: Adolf Mai / Bürgermeister: Heinrich Meyer / Lehrer: Philipp Ferger

Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
DFP = 74 Stimmen / K = 1 Stimme

Am Tag vor Himmelfahrt, mittags zwischen 12 und 1 Uhr, bricht in der Scheune in der Dorfmitte Feuer aus, das mit solcher Schnelligkeit um sich greift, dass in ganz kurzer Zeit, trotz herbeigeeilter Hilfe 5 Wohnhäuser nebst Nebengebäuden in Flammen stehen und ein Raub derselben werden. Das war bei Anwesen Petri/Schneider.

1884

Pfarrer: Adolf Mai / Bürgermeister: Heinrich Meyer / Lehrer: Philipp Ferger

Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
DFP = 77 Stimmen / SPD = 4 Stimmen / NL = 1 Stimme

   
Schulzeugnis  Inschrift einer Scheuer in der Scheidertalstraße

1885

Pfarrer: Adolf Mai / Bürgermeister: Heinrich Meyer / Lehrer: Philipp Ferger

Einwohner: 395

Erstmals werden Feuerversicherungsprämien gezahlt.

1886

Pfarrer: P.Metzner (Pfarrverwalter); Ad. Klas (Pfarrverwalter) / Bürgermeister: Heinrich Meyer; August Schmidt / Lehrer: Philipp Ferger

Am 22. Juli geht ein furchtbarer Hagelschlag nieder der die Ernte des Ortes total vernichtet. Es wird festgestellt, dass der Schaden unberechenbar ist. Obgleich von verschiedenen Seiten Hilfe geleistet wurde ist diese, zum Vergleich mit dem ungeheuren Schaden, als gering anzusehen. 

1887

Pfarrer: Ad. Klas (Pfarrverwalter); Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Philipp Ferger

Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
DFP = 52 Stimmen / NL = 27 Stimmen / SPD = 1 Stimme

Der Sommer 1887 geht als einer der heißesten Sommer in die Geschichte ein.

1888

Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Philipp Ferger

1889

Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Philipp Ferger

  
Schulzeugnis  Konfirmationsurkunde

1890

Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Philipp Ferger; Julius Emil Schlicht

Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
DFP = 39 Stimmen / NL = 25 Stimmen / SPD = 14 Stimmen

Der vom Lehrer Christian Ruff gegründete Konsumverein findet den Beifall der hiesigen Leute. Es schließen sich die Gewerbetreibende von Michelbach, Breithardt, Hennethal und Strinz-Margarethä an.

1891

Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht

Gründung des Männergesangsvereins "Eintracht". Zu den Gründern, die noch namentlich festgestellt werden konnten, gehören Reinhard Deuser, Philipp Schauß, Julius Bott und Gustav Gräter I.

Umfangreiche Arbeiten am Spritzenhaus die bis 1892 andauern.

Kauf einer zweiten Feuerspritze vom Spitzenfabrikant Carl Metz zu Heidelberg. Es handelt sich um eine pferdebespannte Handsaug- und Druckspritze für 1.750 Mark. Diese ist heute noch im Besitz der Strinzer Feuerwehr.

Bis zum Haushalt 1891/92 wird Leiter- und Spritzenhaus getrennt in den Rechnungsbüchern aufgeführt. Man kann spekulieren, dass das Spritzenhaus an das Leiterhaus gebaut wurde und dass das Leiterhaus als Schlauchturm eine weitere Nutzung erhielt.

Aus dem Jahre 1891 existiert eine Mitgliederliste des Konsumvereins StM.

  

Die Strinzer Feuerspritze       

1892

Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht

Am 23. Juni, morgens früh von 4:30 bis 6:00 Uhr ziehen mehrere Gewitter über die Gemarkung, wobei ein Blitzschlag in die Breithardter Schafsherde fährt, die im Strinzer Feld steht. 23 Schafe werden getötet.

1893

Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht

Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
FrVG = 63 Stimmen / AS = 43 Stimmen / SPD = 26 Stimmen / FrVP = 14 Stimmen


Mitgliederliste Konsumverein Strinz-Margarethä

1894

Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht

1895

Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht

Einwohner: 378 davon 99% evangelischen Glaubens.

Streitigkeiten im Männergesangsverein "Eintracht" führen zur Spaltung des Vereins. Ursache für diese Querelen ist, dass ein Teil der Sänger gerne den neu eingesetzten Schulleiter Julius Emil Schlicht als Chorleiter möchten, der andere Teil aber den bisherigen Chorleiter behalten wollte. Schließlich einigen sich die erhitzten Gemüter zum Wohle des Vereins und konnten unter dem Dirigenten Karl Wahl weitermusizieren.

1896

Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht

1897

Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht

Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
FrVP = 72 Stimmen / NL = 29 Stimmen / SPD = 6 Stimmen


Hochzeitskranz Petri

1898

Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht

Ergebnis der Reichstagswahl in Strinz:
FrVP = 81 Stimmen / DRP = 30 Stimmen / SPD = 12 Stimmen

1899

Pfarrer: Ernst Schlipp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht

Durch Blitzschlag brennt eine Scheune im Unterdorf gegenüber der Kirche ab. Die 1891 angeschaffte Feuerspritze bewährt sich gut bei den Löscharbeiten.

 

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